„Die Csárdásfürstin“, Operette von Emmerich Kálmán am Zwickauer Gewandhaus

„Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht!“ - von schmissig bis gefühlvoll

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Graf Boni singt: „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht!“, und ab geht die Post mit zweieinhalb Stunden Operettenmelodien. Das Publikum hat’s genossen. Fotos: Awtukowitsch

„Die Csárdásfürstin“, Operette von Emmerich Kálmán am Zwickauer Gewandhaus

„Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht!“ - von schmissig bis gefühlvoll


ZWICKAU – „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“, singt Graf Boni, Raphael Wittmer, und das Publikum geht ab wie eine Rakete. Am Freitag hatte die Kálmán-Operette „Die Csárdásfürstin“ am Zwickauer Gewandhaus Premiere.
Die mit Ohrwürmern gespickte Operette hat dem Theater Plauen-Zwickau zur Premiere ein ausverkauftes Haus beschert. Das operettenbegeisterte Publikum wurde nicht enttäuscht. Der Revuestar Sylva Varescu, Nathalie Senf, steht vor ihrem Aufbruch nach Amerika. Als „Csárdásfürstin“ hat sie einen Ruf, den es mit Welterfolg aufzupolieren gilt.


Die Paare Stasi, Edwin, Sylva und Boni. Passen zum Glück auch über Kreuz zusammen.









Da ist nur ihre große Liebe, Edwin Ronald, Bernhard Hirtreiter. Der Fürstensohn Edwin ist für Sylva eine unglückliche Liebe, kein Weg zu einer Ehe mit ihm, führt an dem standesbewussten Fürsten Leopold zu Lippert-Weylersheim, Karsten Schröder, vorbei. Da ist es doch schon besser, man reißt aus und opfert die Liebe der Karriere.
Standesdünkel und Liebe sind die Triebfedern, die auch den Regisseur Tim Heilmann beflügelten, die Chose aus Trivialität in ein anspruchsvolleres Sujet anzuheben. Das muss man aber nicht merken, und, wer will, kann sich auch gelassen in das bunte Operettengeschehen versenken. Das ist bunt und opulent in den Kulissen und Kostümen, die Axel Schmitt-Falkenberg gestaltet hat.
Der unglückliche Edwin versucht noch, die geplante Abreiseseiner Geliebten zu verhindern – demonstrativ macht er der Diva ein Heiratsversprechen und beinah wäre alles gut gegangen, da kommt die Order an den Fürstensohn, sich unverzüglich in der Heimat seinen Pflichten zu widmen. Als da sind das Militär und die Familienplanung der Eltern, die ihren Filius mit der Komtesse Anastasia, Chrissa Maliamani, verloben wollen. Als Sylva von der Verlobung hört, gibt’s kein Halten mehr, und mit dem windigen Boni verschwindet die Schöne, Nathalie Senf kann auch unglaublich stolz und spröde sein, nach Amerika.
Am Fürstensitz findet sich Edwin mit der Pflicht ab, gehorsam wendet er sich seiner neuen Braut zu. Da müsste er keine große Mühe haben, denn Stasi ist ein äußerst liebenswürdiges Mädchen, das von der quicklebendigen Chrissa Maliamani mit viel Charme auf die Bühne gebracht wird. Der Verlobung dürfte nichts im Wege stehen.
Doch da erscheint Sylva Varescu mit Graf Boni als verheiratetes Paar inkognito auf der Feier. Die Gefühle erwachen wieder. „Das ist die Liebe, die dumme Liebe.“ Zum Glück passen die Paare auch über Kreuz zusammen, aber bis dahin gibt’s noch manche Verwirrung zu bewältigen. Und auch der Fürst muss feststellen: Seine ach so standesgemäße Gattin Fürstin Anhilte, Judith Schubert, hat eine bewegte Vergangenheit auf der Bühne von Varietees aufzuweisen.
Kapellmeister Tobias Engeli lässt die Engel tanzen und alles schwelgt in den schmissigen Melodien der ungarischen Tradition. „Jai Maman, Bruderherz, ich kauf‘ mir die Welt“ bis hin zum gefühlvollen „Machen wir’s den Schwalben nach…“. Viel Szenenapplaus und zehn Minuten begeistertes Klatschen am Ende belohnen das Ensemble nach reichlich zweieinhalb kurzweiligen Stunden im Zwickauer Gewandhaus.
Theo Stiegler
Nächste Vorstellungen 1. und 14. April 2013 jeweils 18 UhrKartentelefon 0375 274114647




Sylva Varescu, Nathalie Senf, und Edwin, Bernhard Hirtreiter,: „Weißt Du es noch“ schwelgen in ihrer neu entflammten Liebe.
zur Theater-Website Kartentelefon 0375 274114647


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