Youngtimer-Rallye "creme 21" erstmals in Sachsen


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Edles Blech unterwegs in Mittelgebirgen

Rallye „creme21“ mit dem Lifestyle der Minirockgeneration

25. Juni 2005. Die Youngtimerrallye „creme21“ begeistert ihre besondere Fangemeinde. Am Sonnabend gab’s edles Blech in Sachsen auf dem Weg von Erfurt nach Chemnitz zu bewundern. Die Teams wurden per Roadbook von Ronneburg kommend durch Langenreinsdorf, Neukirchen über Crimmitschau und Gablenz in Richtung Glauchau Und Hohenstein-Ernstthal nach Chemnitz gelotst. Beim dortigen Familientag des Volkswagen-Motorenwerkes war die Palette dann zwei Stunden als zusätzliche Attraktion willkommen. 100 Autos vom Porsche 911 S über die Chevrolet Corvette, Mercedes 450SLC, Jaguar E-Type, Lotus Esprit, Audi Sport Quattro bis hin zum VW-Polo Baujahr 1975 reicht die Palette der auf 100 Fahrzeuge begrenzten „Creme21“. Ganz bewusst richtet sich die seit vier Jahren gefahrene Rallye an diejenigen, die nicht „old“ sein wollen. Es war wohl die Zeit, als der Minirock das Bild auf der Straße prägte, Woodstock die 68iger in Rausch versetzte, als das

Lebensgefühl der Siebziger mit Power und Lifestyle

Lebensgefühl der Siebziger entstand. Die orange leuchtende Dose der „creme 21“ stand für Lifestyle, da rollten die Autos der Rallye „creme21“ von den Bändern der Hersteller. Die Motoren hatten schon richtig Power, aber die Begriffe ABS und ESP wollten erst noch erfunden werden. Für Andreas Facchin, 24, und seinem Freund Reto Grimm, 24, aus Zürich ist dies der Kick: „Da muss man noch fahren können, Gas und Bremse beherrschen“, sagt der Schweizer in seinem singenden Dialek, als es mit Speed durchs Sauerland mit seinen engen Straße und Serpentinen ging. Dieses Jahr war der Schweizer Automechaniker noch Beifahrer von Fabian Achemann, der mit einem Opel „Diplomat“ Baujahr `76 vorfuhr. Aber Andreas schraubt schon an seinem Alfa 6, mit dem er nächstes Jahr dabei sein will.

Begehrte Plätze schnell ausgebucht

„Da muss man sich rechtzeitig anmelden, die Plätze sind schnell vergeben“, weiß der Autofreak. Volkswagen hatte gleich drei Generationen Polo ins Rennen geschickt. Allerdings fuhr der Neueste außer Konkurrenz und mehr als Kontrast für dreißig Jahre Autoentwicklung mit.

Generation Polo Nummer 1

Der erste Polo aus dem Jahr 1975 allerdings wird bewundert: „Ein dünnes, griffiges Lenkrad, die direkte Schaltung lassen Gefühle aufkommen, wenn es mit Speed durch die kurvenreiche Strecke der Berge im Sauerland geht“, sagt Autojournalist Knut Simon, als er die Rarität aus der Sammlung des Wolfsburger Autostadt durch die Kurven jagt. Vor Chemnitz waren Dortmund, Start am Donnerstag, das sauerländische Usseln und am Freitag Erfurt Etappenziele der Tour.

Mit Speed durch die Kurven des Erzegbirges

Am Sonnabend Nachmittag düsten die Youngtimer über die Berge und durch die Täler des östlichen Erzgebirges. Mit Blick über die weiten Landschaften mit ihren Hügeln, Alleen und malerischen Dörfern Wolkenstein und Wiesenbad, Oberschmiedeberg und Reitzenhain vorbei an jahrhundertealten Kirchen und Industrieruinen, ging es entlang der tschechischen Grenze durch Rübenau und Rothenthal und hinunter am rauschenden Flüsschen Flöha durch Blumenau und Pockau durch tiefe Schluchten zwischen steilen, fichtenbestandenen Bergen. Landschaften, von denen die Rallyebesatzungen aus ganz Deutschland beim abendlichen Treffen im Chemnitzer Industriemuseum schwärmten. Natürlich alles vor dem Hintergrund: "Ordentlich Speed und rasante Kurvenfahrten wie beim Bergrennen in der Eifel.

Moderne Industrie im Porschestil

Von Chemnitz ging’s am Sonntag nach Leipzig durchs Muldental ins Porschewerk, wo die Teams auf der Teststrecke noch mal die Fahrzeuge richtig ausfahren durften. Bedingung für die Teilnahme an der "creme 21" ist, die Typzulassung muss mindestens 21 Jahre alt sein und das Auto muss im Originalzustand sein. Eigentlich auch etwas für Wartburg, Trabant oder Skoda. Die waren leider diesmal nicht mit im Feld. „Vielleicht wird das jetzt anders, wo viele Zuschauer in Thüringen und Sachsen die Rallye gesehen haben“, sagt Kai Freitag, der selbst die Rallye mit aus der Taufe gehoben hat. „Gedacht ist an Leute, die an den Klassikern der Oldtimergilde nicht mitgenommen werden, weil sie zu jung sind und zu junge Youngtimer fahren“.
Theo Stiegler

Drei Generationen VW Polo aus den Jahren 1989, 2005 und 1975 vor dem Start der Creme 21 in der Dortmunder Zeche Zollern

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