„Comeback! Das Karl-Marx-Musical“ von Maximilian Reeg, Steffen Lucas und Tobias Künzel am Vogtlandtheater in Plauen

Eine etwas andere Lösung für die Überwindung des Kapitalismus – das kann man lieben lernen


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Die Banker-Gesellschaft pilgert zum Grab von Karl Marx und trifft dort auf den obdachlosen Marc, der auch gleich mit dem Geist von Karl Marx verwechselt wird.

„Comeback! Das Karl-Marx-Musical“ von Maximilian Reeg, Steffen Lucas und Tobias Künzel am Vogtlandtheater in Plauen

Eine etwas andere Lösung für die Überwindung des Kapitalismus – das kann man lieben lernen


PLAUEN, am 2. November 2013 – Lang anhaltende Standing Ovations fürs Ensemble und musikalische Zugaben als Dank fürs begeisterte Publikum, das gab`s am Sonnabend in Plauen – das Vogtland-Theater erlebte die Uraufführung des Musicals „Comeback! Das Karl-Marx-Musical“ von Maximilian Reeg, Steffen Lucas und Tobias Künzel.
London High Gate am Grab von Karl-Marx. Der arbeitslose und obdachlose Musiker Marc Sandmann, Daniel Tille, hat hinter der Gruft des großen Denkers seine Bleibe gefunden. Er schlummert friedlich unter seiner Zeitung oder er klimpert auf der Gitarre.
Dort, auf dem Friedhof sucht Jenny Acremann, Henriette Fee Grützner, ein Plätzchen, wo sie sich den letzten Schuss geben kann. Die Bankertochter musste wieder mal feststellen, dass ihr Vater ihren Geburtstag vergessen hat. Schnell hat der Milliardär Manfred Acreman, Michael Schramm, hat noch seiner Sekretärin Mrs. Abroomowitsch, Ute Menzel, den Auftrag gegeben, seiner Tochter ein passendes Geburtstagsgeschenk, eine Boing 707 ist gerade gut genug, zu besorgen, dann hat er sich wieder seinen Geschäften gewidmet.

Jenny trifft Marc, der keine Sorgen hat, und sie findet Gefallen an dem Vagabunden und seinem Leben ohne Geld.






















Jenny trifft Marc, der keine Sorgen hat, und sie findet Gefallen an dem Vagabunden und seinem Leben ohne Geld.
Derweil rafft die Krise das Bankhaus von Acreman dahin und das Faktotum des Bankers, der windige Rasputin Mammonson, Daniel Koch, soll’s richten. Der kommt auf die absurde Idee, dass an all der Misere niemand anders Schuld hat als Karl-Marx. Die Theorie, dass der Kapitalismus regelmäßig und wiederkehrend in die Krise gerät, muss weg, dann kann’s auch keine Krisen mehr geben.
Also zieht die Gesellschaft zum Grab von Karl-Marx und trifft dort auf den obdachlosen Marc, der auch gleich mit dem Geist von Marx verwechselt wird. Die Meute schleppt Marc in die Geldtempel, um den Guru zum Abschwören seiner Theorie vom Kapital zu korrumpieren.
Das klingt kompliziert, ist aber total unterhaltsam und als Geburtsort zahlreiche Ohrwürmer anzusehen. Man muss sich nicht wundern, wenn es demnächst aus den Radiolautsprechern klingt: „Tatüü, tataa, die Polizei ist da!“ oder „mit Dir kann ich mir vorstellen …“. Denn in erster Linie ist „Comeback“ ein Musical, von dem noch viel zu hören sein wird.
Prinzensänger Tobias Künzel hat in London die Idee gehabt und im Vogtlandtheater mit seinen blüschverbrämten, geschwungenen Rängen und Ranglogen den Ort mit dem nötigen Ambiente für die Uraufführung des Musicals gefunden. Am Ende hat die Chose auch ein überraschendes Habbyend. Für die Bankenpleite bietet sich eine logische Lösung und auch die Liebe kommt zu ihrem Recht.
Von Anfang an gibt’s viel Szeneapplaus für die Akteure. Daniel Tille, der Schauspieler, erweist sich auch als begnadeter Sänger, Henriette Fee Grützner, spielt die frustrierte Bankerstochter mit einer Leidenschaft, so dass man schon Mitleid mit der Rolle der Jenny kriegt. Michael Schramm, das Zwickau-Plauener Urgestein, brilliert als der gedankenlose und schnodderige Manager, der am Ende doch die Kurve kriegt. Die vielseitige und vielgesichtige Ute Menzel wird vom Publikum als tüchtige Mrs. Abroomowitsch gefeiert und Daniel Koch wuselt als Faktotum Rasputin Mammonson unverkennbar durch die Handlung.
Nächste Aufführungen in Plauen am 10. November, 18 Uhr und am 16. November, 19.30 Uhr. Premiere in Zwickau, Gewandhaus, am 19. April 2014. Kartentelefon Plauen 03741 28134847.
Theo Stiegler


Mitten in die Jubelfeier der Banker platzt die Nachricht von der Pleite der Bank. Fotos: Theater

Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 274114647, 08056 Zwickau oder Tourist-Information, Hauptstraße 6, 08056 Zwickau, Telefon 0375 19433. zur Stadthalle oder zum Theaterservice
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