Zwickauer Museum zeigt zum 250. Geburtstag von Christian Leberecht Vogel umfangreiche Ausstellung zum Leben des sächsischen Malers

Leuchtende Kinderaugen in lebendigen Porträts berühren auch nach 200 Jahren



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Foto: Stiegler

Zwickauer Museum zeigt zum 250. Geburtstag von Christian Leberecht Vogel umfangreiche Ausstellung zum Leben des sächsischen Malers



Leuchtende Kinderaugen in lebendigen Porträts berühren auch nach 200 Jahren



ZWICKAU, am 15. März 2009 – Die Kinderaugen leuchten in fröhlicher Erwartung aus dem Bilderrahmen heraus, man sieht ihnen die 200 Jahre, die seit der Porträtierung vergangen sind, nicht an. Der sächsische Maler Christian Leberecht Vogel ist vor allem durch seine Kinderporträts berühmt geworden.
Das Städtische Museum in Zwickau zeigt zum 250-igsten Geburtstag des Malers eine umfangreiche Ausstellung der Werke des Mannes, der im 18. Jahrhundert seinen Arbeitsmittelpunkt im sächsischen Wildenfels hatte. Museumskuratorin Petra Lewey atmete hörbar durch, als diese Woche die letzten Leihgaben für die Ausstellung im Museum eintrafen. Ein gutes Stück Arbeit hat es gekostet, die zahlreichen Gemälde, Skizzen und Kupferstiche zusammenzutragen.
Bilder aus den Beständen der Dresdner Gemäldegalerie, dem Kupferstichkabinett werden für die Zeit der Ausstellung bis zum 14. Juni die Wände des Museums genauso zieren wie auch zahlreiche Leihgaben aus privaten Sammlungen. Über 30 Leihgeber haben zur Gestaltung der Ausstellung beigetragen.

Christian Leberecht Vogel, Ausstellung in Zwickauer Museum, Museumskuratorin Dr. Petra Lewey mit dem Portraits der Wildenfelser Gräfin Auguste Caroline zu Solms-Wildenfels mit ihrem Sohn Friedrich Magnus III. - entstanden um 1814.

„Eine solch umfangreiche Sammlung des Malers hat es noch nicht gegeben“. Viele Werke und Stiche werden so erstmals in Zwickau zu sehen sein, macht die Wissenschaftlerin deutlich. Auch rings um den Maler hat es eine Menge Wissenswertes über Sachsen und die Zwickauer Region gegeben. Der Sohn von Christian Leberecht Vogel, seinerseits ein berühmter Maler des 19. Jahrhunderts, wurde als Professor der Dresdner Kunstakademie um1830 vom Sächsischen Hof geadelt. Er durfte sich fortan Carl Christian Vogel von Vogelstein nennen. Die Bilder, die er von seinen Eltern malte, bilden einen weiteren Hingucker in der Ausstellung. Frühe Zeichnungen des Künstlers Christian Leberecht Vogel und Werke seiner Lehrer ergänzen die Ausstellung. So erwartet den Besucher ein lebhaftes Bild der Zeit des Rokoko und der Aufklärung in den Ausstellungshallen des Zwickauer Museums.
Christian Leberecht Vogel selbst porträtierte vor allem die Kinder der regionalen Adelfamilien derer von Solms, Schönburg und Einsiedel, sie ließen den Maler berühmt werden. Zartes Pastell und einfühlsame Sujets wirken auf den Betrachter anziehend und vertraut. Berühmt wurde die Darstellung der Familien durch ihren Realismus, der mit dem Stil der Zeit brach. Wurden die Sprösslinge der Herrschenden traditionell in der Pose späterer Potentanten gemalt, lässt Vogel seine Modelle Kind sein, stellt sie in ihrem Milieu dar.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Theo Stiegler


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