Stadthalle Zwickau Beyer verteidigt am 13. Mai 2006 seinen Titel gegen australischen Skorpion


ältere Boxevents in der Zwickauer Stadthalle aus dem Jahr 2002 und 2004 - Ticketbestellung

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Harte und schnelle Attacken über zwölf Runden zeichneten Markus Beyer und Danny Green. Foto: Stiegler .

28.03.2006 |

Stadthalle Zwickau Beyer verteidigt Titel gegen australischen Skorpion

Pressemitteilung der kultour-z
IBF-Mittelgewichts-Champion Arthur Abraham verteidigt seinen Gürtel gegen Kofi Jantuah aus Ghana WBC-Champion Markus Beyer wird seinen Weltmeistergürtel am 13. Mai in Zwickau gegen den in Australien lebenden Sakio Bika verteidigen. Der in Kamerun geborene und in Sydney lebende Bika bestritt bisher 22 Profikämpfe, von den er 20 gewann (13 K.o.``s). ``Ich habe mir schon Videos von meinem Gegner angesehen``, sagt Beyer. ``Das ist ein ziemlich harter Hund, er hat einen guten Punch.``
Bei der Internationalen Boxgala in der Stadthalle von Zwickau präsentiert das Sauerland-Teams den Fans und den Zuschauern von ``Boxen im Ersten`` eine spektakuläre Doppel-WM. Neben Lokalmatador Beyer, der im sächsischen Erlabrunn (Erzgebirge) geboren wurde, wird auch IBF-Mittelgewichts-Champion Arthur Abraham in den Ring steigen. Er verteidigt seinen Gürtel gegen Kofi Jantuah aus Ghana.
``Das wird sicher eine attraktive Veranstaltung``, freut sich Manager Wilfried Sauerland. ``Wir haben sowohl für Markus als auch für Arthur Gegner gefunden, die interessante Kämpfe versprechen.
Die 4.000 Zuschauer fassende Halle ist bereits ausverkauft. In der Rekordzeit von acht Stunden und 15 Minuten waren alle Tickets vergriffen. Das Erste zeigt den Kampf von Markus Beyer live, den von Arthur Abraham danach in voller Länge.

Stadthalle Zwickau - Kampf um die WBC-Weltmeisterschaft am 12. März 2005

Schnelle Füße und harte Fäuste halten zwölf Runden durch

Markus Beyer verteidigt WM-Titel im Supermittelgewicht

Zwickau. In der vor Aufregung kochenden Stadthalle in Zwickau rettete WBC-Weltmeister im Supermittelgewicht Markus Beyer in der zwölften Runde seinen Titel vor den wütenden Attacken des Australiers Danny Green nach Punkten. Zwölf Runden schnelle Füße und harte Schläge ließen äußerlich keine Müdigkeit der Kampfhähne erkennen. Beyer-Trainer Uli Wegner gab seinen Schützling in der Ecke vor der Runde zwölf noch gute Ratschläge: „Lass nur jetzt nicht in der Konzentration nach“. Kaum gesagt und schon knallte es. Danny Green, auch als Green Machine, bekannt wollte noch einmal alles wissen und erwischte den Weltmeister mit einem harten Konterschlag, schickte ihn in die Seile und für einen Moment half Beyer nur die Flucht und die stoppende Hand des Schiedsrichters, bevor er wieder gegenhalten und selber noch mal angreifen konnte. Es wäre schade gewesen. Nach dem ersten Kampf der Beiden vor 18 Monaten, wo Green Beyer am Nürburgring zwei Mal zu Boden schickte, dann aber wegen Kopfstoßens disqualifiziert wurde, war Beyer diesmal gut eingestellt auf Green Machine. Beyer blieb elf Runden auf der Hut und boxte den Kampf seines Lebens. Die 4500 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Ständige schnelle Attacken von beiden Boxern zeigten erstklassiges Kämpfen auf obersten Niveau.

Markus Beyer und Danny Green: Trotz höchster Anspannung blieb der Kampf bis in die letzte Phase schnell, hart und fair. Foto: Stiegler .

Trotzdem werden wohl die Millionen Zuschauer in „Down Unter“ auf der anderen Seite des Erdballs nicht ganz zufrieden gewesen sein, als am Ende die Punktrichter ihre Wertung zusammenzählten, 114:114 unentschieden, 114:113 für Beyer und 115:112 für den alten und neuen Weltmeister ließ die Halle in Zwickau in brausendem Beifall aufbrodeln. Das tröstete darüber, dass der zweite Lokalmatador Kai Kurzawa im Europameisterschaftskampf im Halbschwergewicht über zehn Runden gegen den Letten Elvis Michailenko seine erste Niederlage knapp nach Punkten wegstecken musste. .

Gingen über zwölf Runden Timo Hoffmann gegen Bob Mirovic. Foto: Stiegler

Weniger glücklich zeigte sich das Zwickauer Publikum über den Sieg des Deutschen Timo Hoffmann im Schwergewichtskampf um die IBF-Intercontinental-Meisterschaft gegen den Australier Bob Mirovic: Publikum und die meisten Experten hatten den Australier vorn gesehen und feierten eigentlich den Gastwirt aus Sydney als den verdienten Sieger. Der gab sich trotz der Punktniederlage sympathisch locker. Theo Stiegler

Glücklich nach zwölf Runden: WBC-Weltmeister im Supermittelgewicht Markus Beyer mit seinem Trainer Uli Wegner.

Gespannter Zuschauer: Ex-Weltmeister Henry Maske Foto: Stiegler .

Die Schwedin Ana Johnsson mit Band heizte in der Pause vorm Weltmeisterschaftskampf mit "Coz I can" den Zwickauern ein.



Die Kontrahenten am Mittwoch: Markus Beyer, links, und Danny Green gaben sich jeder siegessicher für den kommenden Boxkampf am Sonnabend um die Weltmeisterschaftskrone im Supermittelgewicht. Foto: Theo Stiegler . Foto: Stiegler

Stadthalle Zwickau: Berufs-Boxkampf Beyer gegen Green um die WBC Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht

Kampfhähne mit offener Rechnung

Zwickau. Am Sonnabend, 12.März `05, 19 Uhr, startet das Medienereignis des Jahres aus der Stadthalle in Zwickau: Die Boxer Markus Beyer, 33, aus Deutschland und Danny Green, 32, aus Australien kämpfen um den Titel eines Weltmeisters im Super-Mittelgewicht. Der über zwölf Runden angesetzte Profi-Boxkampf wird live in alle Welt übertragen. Das Erste Deutsche Fernsehen geht nach zehn auf Sendung. Aber auch in Australien, wo um diese Zeit schon der Sonntag auf die Mittagszeit zugeht, können die Zuschauer live die Zwickauer Stadthalle als Hexenkessel erleben. Mit über 4500 Zuschauern ist das Zwickauer Oval bis auf den letzten Platz ausverkauft. Am Mittwoch zur Pressekonferenz gaben sich die Kontrahenten eher smart. Beide trafen das letzte Mal im August 2003 am Nürburgring aufeinander. In einem eher blutigen Kampf ging Beyer zwei Mal zu Boden. Als Beyer dann besser aufkam, drehte der Australier durch und stieß unfair mit dem Kopf, was ihm die Disqualifikation und Beyer den Titel einbrachte. Die Rechnung ist offen. Beyers Trainer, Ulli Wegner, ist sich sicher: „Markus ist bestens vorbereitet, Danny Green wird sich wundern.“ Green dagegen hat im Vorfeld klar gemacht: „Ich komme nach Zwickau, um den Titel abzuholen.“ Und: „In Zwickau wird sich Beyer zum letzten Mal blamieren.“ Am Mittwoch waren die Töne gemäßigter. Bayer wiederholt: „Ich hoffe diesmal, das Danny fair bleibt, dann werden wir schon sehen. Der Kampf wird im Ring entschieden.“ Auch Green, der übrigens am Mittwoch Geburtstag hatte und Glückwünsche von allen Seiten, Blumen und eine große Torte bekam, sagte: „Ich bin eigentlich nicht der Mann der großen Sprüche, ich hoffe auf einen guten Kampf.“ Da außerdem noch weitere hochklassige Kämpfe angesetzt sind, wird Zwickau eine Boxgala feinster Art erleben: Mit Kai Kurzawa wird eine weitere Boxhoffnung aus dem Erzgebirge in den Ring steigen. Kurzawa gilt als einer der kommenden Halb-Schwergewichtler. Der bisher unbesiegte Kurzawa steigt über zehn Runden gegen den Letten Elvis Michailenko in einem Europameisterschaftskampf in den Ring. Auch mit Timo Hoffmann steht für die Zwickauer kein Unbekannter zwischen den Seilen. Der Schwergewichtler kämpft gegen den Australier Bob Mirovic über zwölf Runden um die IBF Interkontinental-Meisterschaft in den Ring. Jedes Ereignis ein eigenes Schmeckerchen für die Freunde des Boxsportes. Theo Stiegler



Markus Beyer vs. Danny Green

WBC-Weltmeisterschaft Im Super-Mittelgewicht

12.03.2005 Stadthalle Zwickau

Da ist noch eine Rechnung offen

Zwickau am 4.2.2005 Für Jürgen Croy ist der kommende Weltmeisterschaftskampf um die WBC-Weltmeisterschaft zwischen Weltmeister Markus Beyer und Herausforderer Danny Green am 12. März in der Zwickauer Stadthalle das Top-Ereignis in den fünf Jahren, die der Rundbau auf dem Zwickauer Glück-Auf-Areal nun schon besteht. Ulli Wegner, der Trainer vom Weltmeister: „Die Stadthalle Zwickau ist unser, von Markus und mir ausgewählt, Wunschkampfplatz.“ Und weiter: „ich hoffe, so wie ich immer Jürgen Croy als Nationaltorhüter verehrt habe, auf Gegenliebe von Jürgen als heutigen Hallenchef der Zwickauer Stadthalle. 4400 Plätze sind für den Weltmeisterschaftskampf ab dem 5. Februar im Verkauf. „Die werden schnell verkauft sein“, ist sich Croy sicher. Markus Beyer: „Näher an meiner Heimat kann der Kampf nicht stattfinden“. Ein Heimspiel für den Schwarzenberger, der auf Unterstützung von seinen Fans hofft. (by Sauerland Event). An den 16. August 2003 hat Markus Beyer keine allzu guten Erinnerungen. In einem Riesenzelt am Nürburgring kämpfte er gegen Danny Green. Auch damals ging es um die WBC-WM im Super-Mittelgewicht und der Titelverteidiger hieß Markus Beyer.
Ein harter, hektischer Kampf. In Runde Zwei muss sich Beyer nach einem Niederschlag Zeit nehmen. Ebenso in Runde Drei. Greens Attacken wurden wütender und unfair. Mit einem Kopfstoß verletzt er Beyer so schwer, dass der Kampf abgebrochen werden musste. Disqualifikationssieger: Markus Beyer. In der Stadthalle in Zwickau steigt nun die Revanche. Obwohl in der Zwischenzeit viel passiert ist, findet der Kampf am 12. März unter den gleichen Voraussetzungen statt. Weltmeister Markus Beyer vs. Danny Green, Herausforderer. Für viele Experten ist es die schwerste aller Herausforderungen. Doch SauerlandCheftrainer Ulli Wegner sorgt sich nicht: „Markus ist wieder so stark, dass er Green KO schlagen wird.“

Stadthallenchef Jürgen Croy, mitte, freut sich auf den absoluten Höhepunkt der bisherigen Stadthallengeschichte in Zwickau: "Der Kampf um die Weltmeisterschaft ist das Top-Ereignis, das ganz Westsachsen auf die Fernsehschirme der Welt bringen wird". Im Bild Hagen Doering und Patricia Sattel von der Sauerland Event, dem Veranstalter.

Ähnliche Töne nur mit umgekehrten Vorzeichen sind aus Australien zu hören. „Wir kommen nach Deutschland, um den Gürtel abzuholen. Der gehört sowieso Danny“, tönt Green-Coach Jeff Fenech. Dieser Kampf um die Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht ist auch im Umfeld hochkarätig besetzt. Als Supervisor wird WBC-Präsident Jose Sulaiman höchstpersönlich fungieren.
Die ARD überträgt den Fight live in der Sendung „Boxen im Ersten“. In den Rahmenkämpfen präsentiert Sauerland Event drei weitere Internationale Meisterschaften. Im Schwergewicht verteidigt Timo Hoffmann seinen IBFInternational-Titel. Mittelgewichtler Sebastian Sylvester wird nach zwei eindrucksvollen KO-Siegen in Zwickau ebenfalls um den IBF-International-Titel antreten. Im Halbschwergewicht steigt Kai Kurzawa zum Kampf um die EUMeisterschaft gegen den Letten Elvis Michailenko in den Ring.
Der Vorverkauf für die Internationale Boxgala in der Stadthalle Zwickau startet am 07.02.2005.

Tickethotline: 0375 – 27130
Aktuell zum Kampf vermeldet Sauerland www.boxen.com per 28.2.2005 den Boxnewsletter
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Zwei wie Feuer und Wasser

Markus Beyer vs. Danny Green - das WM-Duell der Gegensätze. Ruhig und zurückhaltend der Weltmeister. Er überlegt was er tut und auch was er sagt. Nicht nur im Ring. Der Herausforderer ist dagegen ein Hitzkopf, neigt zu Wutausbrüchen und klopft gerne große Sprüche. Während Beyer die Abgeschiedenheit der kalten Ostseeküste von Usedom zum Trainieren bevorzugt, bereitet sich Green in Los Angeles vor. Hat der Deutsche als Amateur alle Altersklassen durchlaufen und dabei große Erfolge verbucht, war der Australier bei seinem ersten Amateurkampf schon 20 Jahre alt. Beyer ist Rechtsausleger, Green Linksausleger. Gegensätze, die sich einmal nicht anziehen, sondern abstoßen. Nicht ein Funke von Sympathie ist zwischen den beiden spürbar. Das hat seinen Grund.
Rückblende: Am 16. August 2003 am Nürburgring. Markus Beyer will seinen gerade frisch zurück gewonnenen WBC-Titel im Super-Mittelgewicht gegen den damals ziemlich unbekannten Danny Green verteidigen. Es sollte ein blutiger Fight werden, manche sagen sogar ein Skandalkampf. Green startet furios, überrascht den Champion, schlägt ihn zu Boden. Aber der Herausforderer greift auch zu unfaieren Mitteln. Als sich Beyer langsam von den Niederschlägen erholt und selbst mit harten Treffern kontert, dreht Green völlig durch, stößt absichtlich mit dem Kopf. Beyer blutüberströmt beim Ringarzt. Nichts geht mehr. Green wird disqualifiziert. Beyer bleibt Champion. Die unfairen Attacken haben bei Markus Beyer Spuren hinterlassen. "Green hätte gesperrt werden müssen."
In Zwickau stehen sich beide wieder im Ring gegenüber. Seit dem ersten Kampf ist viel passiert. Beyer verlor seinen Titel sensationell gegen den Italiener Sanavia, holte ihn sich aber postwendend im Rematch zurück. Green schlug Ex-Weltmeister Lucas und darf sich seither "Interims-Champion" nennen. Am 12. März soll endlich die Entscheidung fallen, wer der wahre Champion ist.
Im Vorfeld wurde reichlich verbal attackiert. Große Kappe beim Australier, Besonnenheit beim Deutschen. So tönt Green auf seiner Internetseite in regelmäßigen Abständen. Eine Auswahl seiner Sprüche: "Beyer braucht seinen Psychologen um in den Ring zu steigen, ich brauche einen um wieder heraus zukommen." "Ich habe jede Sekunde meines Trainings Beyers Bild vor Augen." "In Zwickau wird sich Beyer zum letzten Mal in seiner Heimat blamieren." "Ich genieße es der Underdog zu sein. Es spornt mich an, wenn des Publikum gegen mich ist."
"Ich habe Beyer gegen Sanavia und Nishizawa gesehen. Das war ein anderer Beyer. Aber das wird ihm trotzdem nicht helfen." Markus Beyer reagiert cool auf die Sprüche. "Die Entscheidung fällt im Ring. Ich hoffe nur, er bleibt diesmal fair."
Das Ballyhoo überlässt Beyer lieber seinem Trainer Ulli Wegner. "Green wird sich wundern, wie stark Markus ist. Er hat mich ganz schön in Bedrängnis gebracht, als er zwei sehr starke Sparringspartner ausknockte." Der Erfolgscoach glaubt fest an seinen Schützling: "Markus kann Green KO schlagen, und ich bin sicher, erwird es auch tun." Solche Vorschußlorbeeren machen den einzigen amtierenden deutschen Profi-Weltmeister eher verlegen. Beyer: "Wenn der Trainer das sagt, wird schon etwas dran sein."
25. Februar 2005

Stadthalle Zwickau fast ausverkauft!


Die WBC-Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht zwischen Markus Beyer und seinem Herausforderer Danny Green elektrisiert die Boxfans. Knapp zwei Wochen vor dem Kampf in Zwickau ist die Stadthalle fast ausverkauft. Lediglich ein kleines Kontingent Restkarten ist noch zu haben (Ticket-Hotline 0375 - 37130).
Großes Interesse findet die WM in Greens Heimatland Australien, wo der Kampf ebenfalls live übertragen wird. Über 100 Kartenbestellungen aus "Down Under" gingen ein. Obwohl es ein "Heimspiel" für den Weltmeister ist, werden in Zwickau viele Australier erwartet.
Während sich Champion Markus Beyer mit seinem Coach Ulli Wegner in Zinnowitz an der Ostsee den letzten Schliff holt, trainiert der Australier in Los Angeles. Das erste Aufeinandertreffen der beiden nach dem Skandalkampf am Nürburgring im August 2003 gibt es bereits am 9. März in Zwickau, wenn sich beide Kämpfer in der Pressekonferenz den Fragen der Medienvertreter stellen.
Pressetraining am Dienstag, 8. März, 13 Uhr, im Foyer der Stadthalle Zwickau
Offizielles Wiegen am Freitag, 11. März, 16 Uhr, Hotel Holiday Inn, Kornmarkt 9, 08056 Zwickau.
Alle Insider-News im Überblick auf: aktuell bei Sauerland
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Gegen Ende des Boxkampfes um den Titel eines Europameisters am 17. Juli 2004 in der Zwickauer Stadtalle war es denn doch die nachlassende Konzentration und Schnelligkeit von Branco, links, die die Linie für Ulrichs Treffer aufs Kinn vorzeichneten. Foto: Stiegler

Stadthalle Zwickau - Internationaler Boxabend am 17. Juli 2004

17. Juni 2004: Um drei Europameistertitel: Profiboxen live aus der Stadthalle Zwickau im ZDF

Ulrich rettet sich mit Knockout

(Zwickau). Im Boxen um den Titel des Europameisters in der Zwickauer Stadthalle siegte am vergangenen Sonnabend Abend der Berliner Thomas Ulrich im Halbschwergewicht über den Italiener Silvio Branco. 3000 Zuschauer sahen am 17. Juni 2004 einen spannenden Kampf, den der ehemalige Weltmeister Branco scheinbar dominierte, bis er in der elften Runde in einen Augenblick der Unaufmerksamkeit alle Chancen dahinfliegen sah, er sah Sterne K.o.
Zwickau erweist sich als gutes Pflaster für hochklassigen Profiboxsport: Drei Europameisterschaftskämpfe am Stück ließen keine Langeweile aufkommen. Ab 23.20 Uhr ging das ZDF live aus der Stadthalle auf Sendung. Der 37 Jahre alte Branco stellt sich in bester Form dem Kampf mit den 29 Jahre alten Herausforderer. Völlig unterschiedliche Typen trafen aufeinander. Branco in der Haltung und dem Kostümchen eines römischen Gladiatoren zeigte sich provozierend und überlegen mit offener Deckung, die scheinbar einladend auf Schläge von Ulrich waretete. Elf Runden ging das gut, Branco reagierte blitzartig und konnte regelmäßig kontern. Sein Punktekonto wuchs. Zwei harte Haken von Ulrich nach 50 Sekunden der elften Runde beendeten das Spiel: Ulrich kann nun auf einen Weltmeisterschaftskampf hoffen. Ulrich seinerseits blieb mit sehr geschlossener Deckung stetig auf Angriff gestimmt Branco auf den Fersen, konnte aber lange Zeit seine Schlagkraft nicht zur Wirkung bringen. Am Ende war's dann vielleicht doch die bessere Kondition des Jüngeren, die der besseren Technik von Branco den Schneid abkaufen half. Das was Ulrich in der elften Runde gelang, blieb den Weltergewichtler Michael Trabant verwehrt: Der Europameister im Weltergewicht aus Frankreich Frederic Klose ließ sich nicht zermürben. Mit zwei zu eins Punktrichterurteil drehte der Franzose den Spieß vom letzten Kampf im Januar 2003 , wo die beiden in Essen schon einmal aufeinander trafen, um. Klose ließ Trabant drangvoll aber wirkungslos auf sich eindreschen und konterte geschickt, so dass Michael Trabant schon nach wenigen Runden von verschwollenen Augen gekennzeichnet war. Mitgereiste Schlachtenbummler aus Frankreich feuerten ihren Landsmann lautstark in der Stadthalle an, und übertönten die beileibe nicht ruhigen 3000 Sachsen unter die sich auch bekannte Boxer wie Kai Kurzawa oder Timo Hoffmann gemischt hatten. Den dritten Kampf um Europameisterschaftsehren bestritten der Ukrainer Sergej Dzindziruk gegen Mamadou Thiam aus Frankreich. Der Kampf wurde deutlich durch Dzindziruk dominiert, so dass sein Trainer rechtzeitig in der dritten Runde das Handtuch warf. Schwer getroffen war dies für Thiam die beste Lösung. Ein Novum für Zwickau lieferten die Boxdamen Alesia Graf und Petra Jachmannova im Bantamgewicht. Dem druckvoll geführten Kampf entschied Graf mit drei zu null Kampfrichterentscheidung klar für sich. Im Fliegengewicht siegte Julia Sahin gegen Pavla Stankeova.
Theo Stiegler

Am 17. Juli 2004 drei Europmeisterschaften am Stück

Im Juli 2004 geht's in der Zwickauer Stadthalle sogar um drei Europameisterschaften im Boxen: Hamburg/Zwickau. Nach langen Verhandlungen ist es perfekt: Auch der Berliner Halbschwergewichtler Thomas Ulrich boxt am 17. Juli in Zwickau um die Europameisterschaft. Gegner ist der Italiener und frühere Weltmeister (WBA) Silvio Branco. Damit finden nun drei Europameisterschaften an einem Abend in der Stadthalle Zwickau statt. Klose vs. Trabant (Welter) und Dzindziruk vs. Thiam (Superwelter) sind die weiteren Zwölfrundenkämpfe um die europäische Krone. Möglich geworden ist der Kampf um die vakante Europameisterschaft zwischen Ulrich und Branco, weil Universum-Profi Stipe Drews seinen Halbschwergewichts-Titel niedergelegt hat, um einen WM-Ausscheidungskampf im Weltverband WBC zu boxen. Der smarte Angriffsboxer Ulrich kann wieder da anknüpfen, wo er bereits im Februar 2003 stand. Als Europameister hatte er in Berlin seinen Titel gegen Branco verteidigen wollen, ehe eine Krankheit ihn am Morgen des Kampfes zum Rückzug zwang. Der sehr erfahrene Branco (49 Siege, 7 Niederlagen, 2 Unentschieden) war im vergangenen Jahr Weltmeister geworden, als er den Champion Mehdi Sahnoune in der elften Runde ausknockte. In diesem Jahr verlor er den Titel umstritten nach Punkten an Fabrice Tiozzo (Frankreich). ''Der Sieger des Kampfes Ulrich gegen Branco erhält die nächste WM-Chance. Das erhöht den Reiz des Duells in Zwickau'', sagt Jean-Marcel Nartz, der Technische Leiter bei Universum Box-Promotion. Tickets: Tourist Information Zwickau (Hauptstr.6) fon 0375 - 27 13 247

28. September 2002: Begeistertes Publikum feiert die Europameister Danilo Häußler und Oktay Urkal


Ein Jahr später, 5. Oktober 2003, musste Danilo Häußler an gleicher Stelle seinen Titel an den Dänen Mads Larsen abgeben.
28. September 2002: 4000 Besucher sehen sechs Stunden Profiboxen in der Zwickauer Stadthalle
Zwickau. 54 Jahre mussten die Zwickauer warten, bis sie wieder in das Erlebnis eines Profiboxabends kommen konnten: Nun wurden die Freunde des Faustkampfes reichlich beschenkt. Zehn Profiboxkämpfe an einem Abend waren versprochen, als die Internationale Boxgala in der Zwickauer Stadthalle durch Jürgen Croy und Jean Marcel Nartz angekündigt wurde, Spitzenkämpfe hoher Klasse wurden am Sonnabend geboten. Der Hallenchef Croy und der Organisator hochklassiger Boxkämpfe, Nartz, haben sich zusammengetan, und Zwickau mit seiner Stadthalle hat einen neuen Höhepunkt: Boxen vor der Kulisse von über 4000 Besuchern ist für das Fernsehen attraktiv, vor allem wenn zwei Bedingungen aufeinandertreffen: Spitzenkämpfe werden von begeisterten Zuschauern gefeiert. Die ARD übertrug den Kampf um die Verteidigung des Titels eines Europameisters im Super-Mittelgewicht live am Sonnabend in der Nacht live. Der Kampf im Super-Mittelgewicht zwischen den Titelverteidiger Danilo Häußler aus Deutschland und dem Spanier Juan Perez Nelongo ging über zwölf Runden. Der Titelverteidiger siegte. Die Halbweltergewichtler Oktay Urkal und Gabriel Mopouka boten in zwölf turbulenten Runden um den Europameistertitel einen nicht weniger attraktiven Kampf. Bis es soweit war, der Europameisterschaftskampf der Spitzenkämpfer Häußler und Nelongo begann weit nach 23 Uhr, erlebten die Besucher der Stadthalle bereits vier Stunden spannendes Boxen. Dabei verging die Zeit wie im Flug. Um den Ring hatte sich die Creme der deutschen und internationalen Boxwelt versammelt. Wilfried Sauerland von der gleichnamigen Eventagentur zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung seines Boxmanagers Nartz für die Zwickauer Stadthalle. Kai Kurzawa, der als Amateur in Schwarzenberg und Chemnitz seine Boxkarriere begann, hatte zum ersten Mal in seiner Laufbahn einen Gegner, der ihm sechs Runden lang Paroli bot. Meebisi Dulaze aus Südafrika hielt mit und war immer für einen gefährlichen Konter gut. Bisher hatte Kurzawa, der erst kurz im Boxstall von Manfred Wolke in Frankfurt an der Oder trainiert, in keinem seiner sechs Kämpfe länger als drei Runden gebraucht, um die Gegner zu Boden zu schicken. Die vielen Fans, Freunde und Bekannte, die wegen Kurzawa nach Zwickau gekommen waren, wurden trotzdem nicht enttäuscht. Sie sahen einen guten Kampf, brauchten aber nicht ernsthaft um den Sieg zu bangen, so sicher punktete Kurzawa in diesem Halbschwergewichtskampf. Was die Freunde allerdings nicht wussten, mehrere Runden boxte ihr Favorit mit gebrochener Schlaghand. Noch vor dem Lokalfavoriten Kai Kurzawa, erfreute der Gronauer Cengiz Koc das begeisterte Publikum mit sicherer Faust, die er wirkungsvoll Hein van Bosch aus Südafrika im Gesicht platzierte: Der Kampf der beiden Schwergewichtler endete bereits in Runde 5 durch technisches K.o. für den Deutschen Koc. Jürgen Croy in der Pause sagte fürs Fernsehen, er freue sich nun auf weitere große Boxevents, die sollten der Zwickauer Stadthalle bei der tollen Publikumsresonanz und der perfekten Organisation der Boxneulinge in Zwickau für die Zukunft sicher sein. Zufriedene Gesichter bei den Offiziellen aus Deutschland, Finnland, Frankreich und den USA im engen Kreis um den Ring lassen nichts Gegenteiliges erwarten. Unter den Boxern waren viele, denen man auch Weltmeisterehren zutraut. Schon für nächstes Jahr erwarten die Boxexperten den Aufstieg für Danilo Häußler in die Weltspitze. Diesmal prüfte den Europameister der sympathische Spanier Juan Perez Nelongo. Der war hart im Nehmen und setzte selber energisch nach. Allerdings war gegen Häußler, der taktisch klug von Manfred Wolke auf Defensive und schnelle Konter eingestellt war, nicht viel zu machen, die Fäuste von Nelongo prallten oft aber wirkungslos von der wasserdichten Abwehr Häußlers ab. Der lieferte ein schönes Stück solider Arbeit, das aber außer ausgefeilter Ästhetik schöner Boxbewegung wenig spektakuläre Höhepunkte bot. Häußler ließ keine Luft für K.o.-Haken, die man den Spanier Nelongo durchaus zugetraut hätte. Spektakulär dagegen war der Kampf von Timo Hoffmann aus Eisleben, zeitig am Abend dem Amerikaner Dick Ryan gegenüberstand. Spektakulär nicht wegen des möglichen Ausgangs, sondern durch die Ansicht der Härte, die der Amerikaner bewies. Zielsicher und überraschend ging der Schwergewichtler Hoffmann, 2,02 Meter groß und über 120 Kilogramm schwer, zur Sache, und es schien fast, dass sein Gegner nach einer Minute hätte am Boden liegen müssen, so schwer war dieser getroffen. Aber kaum getroffen, war der kleinere und stämmige Ryan wieder auf den Beinen und tänzelte fast leichtfüßig vor Hoffmann. Erst in der achten Runde ging Ryan ins technische K.o. Timo Hoffmann trägt den Gürtel eines IBF-Continentalmeisters und wird als möglicher Gegner für Weltmeister Klitschko aufgebaut. Zu Boden ging Oktay Urkal, aber nicht um ausgezählt zu werden. Nach einem kurzen Strauchler auf dem Rücken gelandet, sprang das Leichtgewicht mit einer eleganten Bodenkippe wieder auf die Füße. Die kleine turnerische Einlage nach elf schweren Runden brachte ihm stürmischen Beifall. Sein Gegner, der ebenholzschwarze Franzose Gabriele Mapouka, hielt den Berliner Urkal zwölf Runden auf Trab, musste aber mit wesentlich schlechterer Trefferquote am Ende den Titel dem Berliner überlassen. Spannender, schnell und fair der Kampf der Halbweltergewichtler. Ein begeistertes Publikum aus Westsachsen freut sich nun auf weitere Höhepunkte dieser Art in der Zwickauer Stadthalle. Theo Stiegler




Vorbericht und Portraits der Aktiven


Boximpressionen aus Zwickau

Markus Beyer und Danny Green lieferten sich einen harten und diesmal fairen Kampf. Foto: Stiegler .

Danny Green, links, hatte in Runde zwölf seine Chance. Foto: Stiegler .

Beyer - Green. Foto: Stiegler .

Danny Green vs. Markus Beyer Foto: Stiegler .

Danny Green. Foto: Stiegler .

Danny Green Foto: Stiegler .

Kai Kurzawa musste in Zwickau seine erste Niederlage nach Punkten einstecken. Foto: Stiegler .

Manfred Wolke bei der Betreuung seines Schützlings Kurzawa. Foto: Stiegler .

Elvis Michailenko bezwang Kai Krzawa kapp nach Punkten Foto: Stiegler .

Timo Hoffmann siegte nach Punkten. Foto: Stiegler .

Der Australier Bob Mirovic boxte sich in die Herzen der Zwickauer, wurde aber von den Punktrichtern als Zweiter gesehen. Foto: Stiegler .

Foto: Stiegler .

Boxbilder aus der Boxgala am 17. Juli 2004

Die letzte Boxgala erlebte die Zwickauer Stadthalle am 17. Juli 2004 beim Europameisterschaftskampf Thomas Ulrich gegen Silvio Branco. Europameister Thomas Ulrich.

Silvio Branco gibt sich offen und ist sich zu sicher: dass er damit Ulrich unterschätzt, wird sich Sekunden später erweisen. Fotos: Stiegler

Alesia Graf und Petra Jachmannova schenkten sich am 17. Juli 2004 in der Stadthalle im Bantamgewicht nichts. Em Ende siegt Graf, links, nach Punkten.


Boxbilder vom 3. Oktober 2003

Mads Larsen verhaut Danilo Häußler am 3. Oktober 2003 in der Zwickauer Stadthalle und erobert den Titel eines Eropameisters.

Bilder vom August 2002

Danilo Häussler im August 2002 im Angriff

Lang rausgelangt (Bilder aus der Boxgala im August 2002)

Juan Perez Nelongo in der Kampfpause

Geschafft Danilo Häußler reißt die Arme hoch.

Manfred Wolke befreit Danilo Häußler von Handschuhen und Bandagen. Boxpromotor Wilfried Sauerland zeigt sich zufrieden

Kai Kurzawa wird in der Pause betreut

Timo Hoffmann im Angriff

Timo Hoffmann fängt auch nicht schlecht

Kampfszene aus dem Kampf um den Titel des Europameisters im Halbweltergewicht zwischen Oktay Urkal und Gabriel Mopouka

Nach zwölf Runden springt Oktay Urkal am 28.September 2002 vor Freude auf die Seile


Jürgen Croy, links, als Stadthallenchf hat´s geschafft: Mit dem Boxabend hat die Stadthalle wieder eine Attraktion mehr.


Timo Hoffmann gegen Dick Ryan im Jahr 2002: Im Bild aus dem Schwergewichtskampf Dick Ryan gegen Timo Hoffmann - Unglaublich hart zeigt sich der Amerikaner Dick Ryan, der hier Schläge von Timo Hoffmann einsteckt.

Markus Beyer und Ulli Wegner am 3. Februar 2005 zur Auftaktpresskonferenz zum Kampf um die Weltmeisterschaft am 12. März 2005 in der Zwickauer Stadthalle. Foto: Stiegler .

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