Aus dem Theater Zwickau


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Das Blutgericht als Puppenspiel macht heute niemand Angst, bereitet aber kurzweilige Stunden mit tiefgründigen Texten

Das Blutgericht in der Stadt Zwickau anno 1407

Zwickau (sti). Der Geist von Peter Mergenthal schwebt über der Muldestadt und seine Reden bringen das Publikum zum Lachen. "Das Blutgericht zu Zwickau anno 1407" hatte am vergangenen Freitag Premiere im Theater in der Mühle. Einer sagt: "Das Seelchen ist regelrecht zum Verlieben." Das 600 Jahre zurückliegende Geschehen hat Heinrich Schulze, auch Puppenschulze genannt, dazu animiert, ein Stück mit vielen Bezügen zur Gegenwart zu schreiben. Sauerei im Jahre 1407, dauernd verschwinden irgendwelche geheime oder wenigstens vertrauliche Papiere aus den Zwickauer Ratsstuben. Und böse Buben hat´s auch schon eine ganze Menge gegeben. Franz Steussing, der Richter der Stadt Zwickau, ist ein arger Intrigant. Mit List und Tücke hat er sich dem Dresdner Markgrafen angedient, hat immer mehr Macht in Zwickau an sich gerissen. Da bietet sich Puppenschulze viel Stoff zu Parallelen in die Gegenwart. Natürlich kommt das Publikum auf die Schliche und amüsiert sich prächtig. Das Stück sprengt den Rahmen der Puppenbühne und findet im TIM den richtigen Platz. Da es auch einen guten Schluck zu trinken gibt, hat das funkensprühende Schleifen vom Henkerschwert sein Grauen verloren, auch der fallende Kopf Steussings findet seine Lacher. Die Rache des Markgrafen folgt auf dem Fuß.
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