Rennsport in der Zeit der Auto Union - Silberpfeile aus Zwickau

75 Jahre Auto Union - Vom Typ A zum Typ D - Sonderausstellung des Museums bis 4. November 2007


siehe auch Automobilmuseum August Horch zeigt legendären Rennwagen der Auto Union Typ C - Das Automobilmuseum August Horch in Zwickau - - das Automobilmuseum in der Zeit des Neubaus und 100 Jahre Automobile aus Zwickau oder Odyssee eines Horch 480 oder Horchwerke unter der Militärkommandantur oder - zur offiziellen Museumsseite - Karosseriebauer Kurt Berge, 100 Jahre alt und 50 Jahre Karosseriebauer bei Gläser, besucht das Museum - Wolfgang Stumph trifft Trabi "Schorch" - Termine im Automobilmuseum
siehe auch Das Automobilmuseum "August Horch oder zur offiziellen Museumsseite - Automobilmuseum erhält originalgetreuen Nachbau des Auto Union Typ B - Der Trabi wird 50 Bestellungen zum Buch "Der Trabant wird 50!" hier

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Das August Horch Museum zeigt erstmalig alle Silberpfeilgenerationen in einer Ausstellung, so wurden solche die Raritäten zusammengetragen, wie einen AU Rennwagen Typ A, Karosseriemodelle der Typen B und C Stromlinie, die die gewaltigen Ausmaße dieser Fahrzeuge besonders gut verdeutlichen, einen DKW 1001 Roadster (der 2000 km-Fahrt von 1934), eine Wanderer Stromlinie Spezial (der Fahrt Lüttich – Rom – Lüttich) und Rennwagen Typ D, der allerdings nur wenige Wochen zu sehen ist, er gehört der Audi AG Ingolstadt und ist Star mehrer Ausstellungen in diesem Sommer.

Vor 75 Jahren wurde die Auto Union gegründet – vier sächsische Automobilmarken, vier Ringe


Silberpfeile aus Zwickau dominieren den Rennsport der dreißiger Jahre


Zwickau, am 29. Juni 2007. Vor 75 Jahren am 29. Juni 1932 wurde aus den sächsischen Automobilmarken Audi, Horch, DKW und Wanderer die Auto Union gegründet. Zur Feier der seit 75 Jahre bestehenden vier Ringe als Markenzeichen für diesen Verbund, heute noch durch Audi bewahrten Tradition, zeigt das Zwickauer Automobilmuseum eine Ausstellung zum Rennsport. Die Silberpfeile aus Zwickau waren zwischen 1934 und 1939 gewissermaßen der Maßstab für den Rennsport. Namen wie Bernd Rosemeyer und Hans Stuck hatten damals den Klang wie heute Michael Schumacher oder Kimi Räikönnen. Die Rennwagen mit den 16-Zylindermotoren vom Reißbrett Ferdinand Porsches nahmen damals vorweg, was heute Standard in der Formel 1 ist, der Motor wanderte vom Bug in die Wagenmitte.
Mehrfach verbessert erreichten die Silberpfeile bis 1937 in drei Entwicklungsstufen sensationelle Leistungen. Im bis dahin unbegrenzten Hubraum leisteten Motoren mit 5 Litern Hubraum die im Einzelnen:
1934 Typ A: 295 PS
1935 Typ B: 375 PS
1936/37 Typ C: 520 PS
Auch nach dem Wechsel der Rennsportformel 1938 erreichte der nun auf 3 Liter begrenzte Typ D schnell wieder die Grenze von 500 PS.
Die Auto Union bestritt zwischen 1934 und 1939 insgesamt 61 Rundstreckenrennen, davon 30 Große Preise. Davon hat sie 24 gewonnen, sowie 23 zweite und 17 dritte Preise errungen.
Das war damals mit der heutigen Weltmeisterschaft in der Formel 1 vergleichbar.
1937 fuhr Bernd Rosemeyer beim Berliner AVUS-Rennen auf dem Auto Union Typ C mit annähernd 380 km/h die bis heute schnellste Rundenzeit, die je bei einem Automobilrundstreckenrennen gefahren worden ist. Danach wurde eine neue Rennsportformel eingeführt: Die 3-Liter Formel.
Die Wagen mussten mindestens 850 kg wiegen, und ihre Motoren durften nicht mehr als 3 l Hubraum haben.
Handwerklich ruhte damals der Erfolg auf den Schultern von 60 Mitarbeitern der 1933 gegründeten Rennabteilung, zu der auch die stets mit zu den Rennen reisenden Monteure für die im Einsatz befindlichen Wagen gehörten. Bei den Personal handelte es sich um eine handverlesene Elite vorwiegend aus Mitarbeitern des Werkes Horch in Zwickau, wo auch diese Abteilung ihren Sitz hatte.

Das August Horch Museum zeigt erstmalig alle Silberpfeilgenerationen in einer Ausstellung, so wurden solche die Raritäten zusammengetragen, wie einen AU Rennwagen Typ A, Karosseriemodelle der Typen B und C Stromlinie, die die gewaltigen Ausmaße dieser Fahrzeuge besonders gut verdeutlichen, einen DKW 1001 Roadster (der 2000 km-Fahrt von 1934), eine Wanderer Stromlinie Spezial (der Fahrt Lüttich – Rom – Lüttich) und Rennwagen Typ D, der allerdings nur wenige Wochen zu sehen ist, er gehört der Audi AG Ingolstadt und ist Star mehrer Ausstellungen in diesem Sommer.
Die Ausstellung selber ist im einzigen Automobilmuseum Deutschlands, das in einem historischen Firmengebäude untergebracht ist – dem Zwickauer August Horch Museum – vom 30. Juni bis 4. November 2007 zu sehen.
Theo Stiegler

Im Auftrag der Auto Union AG, Chemnitz, entwickelte Ferdinand Porsche 1933 einen Rennwagen für die 1932 aus den Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer gegründete Gesellschaft. Am 7. März 1933 hatten die Arbeiten begonnen und genau ein Jahr später fuhr Hans Stuck mit dem fertigen Wagen auf der Berliner AVUS Weltrekord. 1934 wurde der Wagen erstmals bei Rennen eingesetzt.
Im Hintergrund der Typ B.
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1936/37 Typ C: 520 PS. Der 16 Zylinder V-Motor war in der Mitte des Wagens und hinter dem Fahrer angeordnet und nahm damit die heute im Rennwagenbau übliche Anordnung um Jahrzehnte vorweg. Der Motor war mit zuletzt 6 l Hubraum so elastisch - maximales Drehmoment 87 m/kg bei 2500 U/min - dass er mit einem Vierganggetriebe auskam. Der Auto Union Typ C war 1936 der erfolgreichste deutsche Grand Prix Rennwagen. Er gewann drei von fünf Großen Preisen, die Hälfte der Rundstreckenrennen und alle Bergrennen, an denen die Auto Union teilnahm. Über 30 Weltrekorde sind damit aufgestellt worden. Die bekanntesten Rennfahrer auf diesen Wagen waren Bernd Rosemeyer, Hans Stuck, Hermann Paul Müller, Ernst von Delius, Rudolf Hasse, Archille Varzi.

Der Typ D war der von Renningenieur v. Eberan-Eberhorst konstruierte Auto Union Rennwagen für die 3 l Formel. Der 12 Zylinder V-Motor besaß drei Nockenwellen und erreichte 1939 mit Doppelkompressor annähernd 500 PS. Das Fahrgestell war kürzer als beim Typ C und der Fahrer saß nunmehr genau im Schwerpunkt des Wagens. Die bedeutendsten Erfolge gelangen 1938 bei den Großen Preisen von Italien und Donington sowie 1939 beim Großen Preis von Frankreich sowie beim Großen Preis von Belgrad. Die bekanntesten Rennfahrer auf diesem Wagen waren Tazio Nuvolari, Hans Stuck, Hermann Paul Müller, Rudolf Hasse, Christian Kautz und Georg Meier.
Bildtexte Quelle: Automobilmuseum August Horch Zwickau.

Presse-Information

Zwickau, 22. August 2007.

Seltener Silberpfeil nur noch kurze Zeit in Zwickau


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Auto Union Rennwagen Typ A nur noch bis 9. September zu sehen -
Sonderausstellung „Rennen, Siege und Rekorde“ begeisterte schon 13.000 Besucher

Auf Grund einer Demonstrationsfahrt bei einem Automobilrennen verläßt der Auto Union Rennwagen Typ A die derzeitige Sonderausstellung des August Horch Museums Zwickau „Rennen, Siege und Rekorde im Zeichen der Vier Ringe“ bereits vorzeitig. Deshalb sollten alle Interessierten die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, bis zum 9. September das herausragende Zeugnis des westsächsischen Automobilbaues und natürlich die Sonderausstellung in Augenschein zu nehmen.
Besonders der Spitzenfahrer Hans Stuck verbindet sich mit dem ersten der faszinierenden Rennboliden, dem Typ A, mit dem er nur ein Jahr nach der Vertragsunterzeichnung zur Entwicklung durch Prof. Porsche die ersten Weltrekorde fuhr und im selben Jahr 1934 den Großen Preis von Deutschland gewann! Das Museum ist daher besonders stolz, den kompletten, renntauglichen Nachbau dieses Typs zeigen zu können – ermöglicht durch eine Leihgabe der Firma D’Ieteren in Brüssel.
Die Sonderausstellung selbst ist allerdings noch bis zum 4. November des Jahres zu sehen. Sie widmet sich anläßlich des 75-jährigen Gründungsjubiläums der Auto Union AG dem erfolgreichen Rennsportsektor des damals zweitgrößten deutschen Fahrzeugkonzerns, wobei im Mittelpunkt die legendären Silberpfeile stehen, die nicht nur den Namen Auto Union bekannt machten, sondern den ausgezeichneten Ruf der Zwickauer Automobilbaukunst um die ganze Welt trugen.
Für die bis heute anhaltende Begeisterung und unumwundene Anerkennung der Leistungen von Konstrukteuren und vor allem Fahrern, für die Rudolf Hasse, Bernd Rosemeyer, Tazio Nuvolari und eben auch Hans Stuck stellvertretend genannt seien, spricht untrüglich, daß bereits über 13.000 Besucher die Exposition besucht haben.

Die historische Abbildung zeigt den Sieger des Großen Preises von Deutschland auf dem Nürburgring 1934, Hans Stuck (mit heller Mütze und Händen in den Hosentaschen), hinter seinem lorbeerbekränzten Siegerwagen vom Typ A, Stuck ist umgeben von Konstrukteuren, Technikern und Monteuren der Rennmannschaft der Auto Union. Die Aufnahme wurde am Fahrerlager der Rennstrecke aufgenommen.
Geöffnet ist das Museum jeweils Dienstag bis Sonntag von 9.30 bis 17.00 Uhr, Montag ist geschlossen.

Die August Horch Museum Zwickau gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die von der Stadt Zwickau und der AUDI AG im Dezember 2000 gegründet wurde. Die Geschäftsanteile werden zur Hälfte von den beiden Gesellschaftern gehalten. Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb des August Horch Museums und die Dokumentation der Geschichte des Automobilbaus in Zwickau.

August Horch Museum Zwickau GmbH


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