75 Jahre Frontantrieb in industrieller Fertigung begann mit dem DKW F1 in Zwickau


siehe auch Das Automobilmuseum August Horch in Zwickau - - das Automobilmuseum in der Zeit des Neubaus und 100 Jahre Automobile aus Zwickau oder Odyssee eines Horch 480 oder Horchwerke unter der Militärkommandantur oder - zur offiziellen Museumsseite - Karosseriebauer Kurt Berge, 100 Jahre alt und 50 Jahre Karosseriebauer bei Gläser, besucht das Museum - Wolfgang Stumph trifft Trabi "Schorch" - Termine im Automobilmuseum
- Der Trabi wird 50 Bestellungen zum Buch "Der Trabant wird 50!" hier -Automobilmuseum erhält originalgetreuen Nachbau des Auto Union Typ B

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Ein DKW F 1 Roadster mit Schneider & Korb Karosserie aus dem Jahre 1931 und ein Monopostorennwagen gleichen Typs und Baujahres sind in der Ausstellung vorgestellte Urväter jener Erfolgsgeschichte . Foto: Theo Stiegler

Bahnbrechende Zwickauer Leistung im Automobilbau wird 75 Jahre alt


Mit dem DKW F1 begann die erstzunehmende Produktion frontangetriebener Autos


Zwickau, am 29. September 2006. Rudolf Vollnhals kennt die wirklich bedeutenden Entwicklungen aus der Automobilgeschichte, die ihren Ursprung in Zwickau genommen haben. 75 Jahre ist es her, seit mit dem DKW F1 die erste ernst zu nehmende Produktion eines Autos mit Frontantrieb aus Zwickau kam. „Heute fahren drei von vier Pkws mit Vorderradantrieb“, weiß der Chef des Zwickauer Automobilmuseums an der Audistraße in Zwickau. Der Bedeutung dieser Entwicklung entsprechend zeigt das Automobilmuseum August Horch eine Sonderausstellung unter dem Titel „75 Jahre Frontantrieb in Großserienfertigung“, die Ausstellung wurde von einem einleitenden Vortrag des renommierten Fachbuchautors Rainer Simons aus München vergangene Woche vor zahlreicher Prominenz eröffnet. Zwickauer Bürgermeister, Vertreter von Audi aus Ingolstadt mit dem Automobilhistoriker Professor Peter Kirchberg vornweg, Landräte und Vertreter der Zwickauer Hochschule ließen sich die Gelegenheit, dieses Glanzlicht der Zwickauer Geschichte würdig zu begehen, nicht entgehen. Es lohnte sich. Beginnend mit einem dampfgetriebenen Streitwagen des französischen Militärs aus dem 18. Jahrhundert gab es zahlreiche Versuche, die Kraft über die Vorderräder auf die Straße zu bringen. Der Dampfwagen fuhr 1769 gegen die Wand und wurde gleich ins Museum gebracht. Dort steht er heute noch. Den Durchbruch im Einsatz von Frontantrieben schaffte Jörgen Skafte Rasmussen, der Mitbegründer der Auto Union, der 1931 mitten in der Wirtschaftskrise den Zwickauer Konstrukteuren Walter Hausstein und Oskar Arlt den Auftrag erteilte, einen Kleinwagen zu entwickeln. Mit dem DKW F1, das F steht für Frontantrieb, begann die einzigartige Erfolgsgeschichte. Schon 1932 konnten 4300 F1 verkauft werden, damals war dies eine Großserie.
Die Vorteile der vorn angetriebenen Räder liegen auf der Hand. Wer erst mal das Problem der schwierigen Drehmomentenübertragung bei gleichzeitiger Lenkung und Federung der Vorderachsen gelöst hat, kann auf besserem Geradeauslauf seines Autos vertrauen, er kann mit größerer Sicherheit in die Kurve fahren, denn die angetriebnen Vorderräder ziehen ihn in den Radius hinein, während heckgetriebene Fahrzeuge dazu neigen, aus der Kurve hinaus zu driften. Außerdem erinnert sich der wintererfahrene Trabifahrer, selbst bei Schnee und Eis gilt: der Trabi hat einem günstigeren Vortrieb durch höheren Druck auf den Antriebsrädern. Eine bessere Raumausnutzung bietet der Wegfall von Getriebe, Kardanwelle und Differential in Fahrgast- und Gepäckraum, mehr Fahrkomfort und schließlich auch ein geringeres Gewicht. Nicht zuletzt spart man damit auch indirekt Benzin. Die Ausstellung bietet Sehenswertes und Interessantes gleichermaßen: Ein DKW F 1 Roadster mit Schneider & Korb Karosserie aus dem Jahre 1931 und ein Monopostorennwagen gleichen Typs und Baujahres sind in der Ausstellung vorgestellte Urväter jener Erfolgsgeschichte, der damals nur sechs Wochen Entwicklungszeit vorausgingen. So lange brauchten damals die Audikonstrukteure und –versuchsmechaniker, um die Vorgaben von Rasmussen in die Tat umzusetzten.
Zu sehen ist aber auch der Werdegang des Frontantriebs von den Anfängen um 1900 bis heute. Dabei stehen die Pionierleistungen der Frühzeit mit ihren verschiedenen Ansätzen zur Problemlösung des Antriebes gelenkter Vorderräder ebenso im Interesse, wie die Erfindung des „homokinetischen Gelenkes“, der Patentlösung der Kraftübertragung, das für eine gleichmäßige Drehbewegung in jeder Stellung des Gelenkes sorgt und seine Weiterentwicklungen bis in unsere Tage.
Ein bekanntes Framo Dreirad aus dem Jahre 1926 und ein elegantes Adler Trumpf Junior Sportkabriolett, Baujahr 1939 stehen stellvertretend für die Entwicklung vor dem Zweiten Weltkrieg. Der DKW F 89 Farmerwagen mit hölzernem Kombiaufbau aus dem Jahre 1951 und ein traumhafter Wagen aus Eisenacher Fertigung, der Wartburg 313/1 Roadster von 1958 sind beeindruckende Beispiele aus der Nachkriegsepoche.
Bis Ende Februar nächsten Jahres werden der Beginn und die Geschichte der Frontwagenfertigung in Zwickau in der Ausstellung zu sehen sein. Theo Stiegler

Rudolf Vollhals erläutert den Landrat des Chemnitzer Landes Christoph Scheurer die einzelnen Etappen der Frontantriebstechnik bis zur heutigen Gleichlaufgelenkwelle des VW Passat. .

Kommunikation Tradition - Presserklärung vom Februar 2011
Peter Kober
Pressesprecher Tradition
Telefon: +49 841 89-39628
E-Mail: peter.kober@audi.de
www.audi-mediaservices.com

Wie DKW die Automobilwelt veränderte

Vor 80 Jahren: Der DKW F1 war das weltweit erste Großserien-Automobil mit Frontantrieb


• Siegeszug begann 1931
• Letzte DKW-Modelle liefen 1968 in Argentinien und Brasilien vom Band

Ingolstadt, 16. Februar 2011 – Vor 40 Jahren erschien erstmals eine Audi-Werbung mit dem Slogan „Vorsprung durch Technik“. Gründe hierfür gab es 1971 schon zu Genüge. So präsentierte die Audi-Vorgängermarke DKW auf der Internationalen Automobilausstellung in Berlin 1931 das Modell F1 – das weltweit erste Großserien-Automobil mit Frontantrieb.
Im August 1928 hatte Jörgen Skafte Rasmussen die Aktienmehrheit der Audi Werke AG in Zwickau übernommen. Eine Absatzbelebung erhoffte sich Rasmussen von den unter seiner Regie gebauten Achtzylindermotoren, die nunmehr in die großen Audi-Automobile eingebaut werden sollten. Doch durch die starke amerikanische Konkurrenz und die Folgen der Weltwirtschaftskrise gerieten die Audi-Werke ab Ende 1929 zunehmend in finanzielle Bedrängnis. Ein marktfähiges Produkt musste her, um den Fortbestand zu sichern.

Im Oktober 1930 entschied Rasmussen die kurzfristige Entwicklung eines völlig neuen Kleinwagens. Konstruktionsmerkmale: wassergekühlter DKW-Zweizylinder-Motorradmotor, Vorderradantrieb und leichtes Stahlchassis. Für die gesamte Konstruktion plante Rasmussen maximal sechs Wochen ein. Das Projekt gelang.

Ende November 1930 startete der DKW-Frontwagen seine erste Probefahrt. Im Februar 1931 präsentierte DKW das Modell anlässlich der IAA in Berlin und der F1 entwickelte sich schnell zu einem Verkaufsschlager. In seinen verschiedenen Ausführungen wurde er zum Volumenmodell der Auto Union und bis zu seiner Produktionseinstellung im Jahr 1942 circa 270.000 Mal im Audi-Werk produziert.
Die DKW-Frontwagen bildeten auch die Grundlage für den Wiederaufbau der Auto Union nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland. Hier wurden von 1949 bis 1966 in den Werken Ingolstadt und Düsseldorf (im Werk Düsseldorf bis 1962) insgesamt 887.000 DKW-Personenwagen gebaut, bevor die gesamte Produktion auf die im Sommer 1965 vorgestellte Audi-Modellpalette umgestellt wurde.

Die letzten DKW-Personenwagen erblickten allerdings fernab der Heimat das Licht der Welt. In Argentinien und Brasilien liefen sie als Auto Union-Lizenzfertigung noch bis 1968 vom Band.

Das Audi Markenzeichen der Vier Ringe symbolisiert die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer, die 1932 in der Auto Union zusammengefasst wurden. Die Auto Union und NSU fusionierten 1969 und prägten die Entwicklung des Automobils maßgeblich. 1985 schließlich wurde aus der Audi NSU Auto Union AG die AUDI AG. Seit vielen Jahren pflegt und präsentiert die Audi Tradition zusammen mit den Traditionsgesellschaften Auto Union GmbH und NSU GmbH die umfangreiche und weit verzweigte Audi Historie. Das Audi museum mobile im Audi Forum Ingolstadt ist täglich von Montag bis Sonntag zwischen 09.00 und 18.00 Uhr geöffnet.

Das August Horch Museum Zwickau ist von Dienstag bis Sonntag von 9.30 bis 17.00 Uhr geöffnet. www.audi.de/tradition

Audi Tradition unterstützt die Arbeit des Audi Club International e.V. (ACI). Der von der AUDI AG offiziell anerkannte Dachverband repräsentiert alle Audi Markenclubs sowie die Clubs der Vorgängermarken der heutigen AUDI AG. Informationen unter www.audi-club-international.de
Der Audi-Konzern hat im Jahr 2010 rund 1.092.400 Automobile der Marke Audi verkauft. Im Jahr 2009 erreichte das Unternehmen bei einem Umsatz von € 29,8 Mrd. ein Operatives Ergebnis von € 1,6 Mrd.
Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Gyor (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Ende 2007 startete die CKD-Produktion des Audi A6 , Anfang Oktober 2008 die des Audi A4 und im Juli 2010 die des Audi Q5 in Aurangabad in Indien. Seit Mai 2010 läuft der neue Audi A1 im Werk Brüssel vom Band. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig. 100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft., die Automobili Lamborghini Holding S.p.A. (Sant’Agata Bolognese/Italien) und die quattro GmbH (Neckarsulm). Audi beschäftigt derzeit weltweit rund 60.000 Mitarbeiter, davon rund 46.600 in Deutschland.
Um den „Vorsprung durch Technik“ nachhaltig zu sichern, plant die Marke mit den Vier Ringen von 2011 bis 2015 insgesamt € 11,6 Mrd. zu investieren, überwiegend in neue Produkte. Bis 2015 will Audi die Anzahl seiner Modelle auf 42 erweitern. Die gesamten Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2010 veröffentlichte die AUDI AG auf ihrer Jahrespressekonferenz am 8. März 2011 in Ingolstadt.
Audi nimmt seit langem auf vielen Ebenen seine gesellschaftliche Verantwortung wahr – im Sinne einer lebenswerten Zukunft für künftige Generationen. Umweltschutz, Ressourcenschonung, internationale Wettbewerbsfähigkeit und eine zukunftsfähige Personalpolitik bilden deshalb die Geschäftsgrundlage für den nachhaltigen Erfolg von Audi. Das umweltpolitische Engagement der AUDI AG manifestiert sich auch in der Audi Stiftung für Umwelt.

Ein elegantes Wartburg-Cabriolett: Der Frontantrieb kam nach Eisenach mit dem DKW F9, der Anfang der Fünfziger von Zwickau nach Eisenach verpflanzt wurde. .

Auch die in Zwickau entwickelten Nachfolgemodell zum Trabant, hätten, wenn sie denn gebaut worden wären, Frontantrieb bekommen sollen. .

Der wohl bekannteste Vertreter zwickauer Automobilbaus in der DDR-Zeit: Der Trabant, hier der Trabant P50, wie er zwischen 1958 und 1964 produziert wurde. .

Das wohl am häufigsten gebaute Auto der F-Serie war sicher der DKW F8, der auch nach dem Krieg noch bis 1954 produziert wurde.

Frontantrieb a la DKW F1 1931. Fotos: Theo Stiegler

Dr. Theo Stiegler, freier Journalist für Text und Foto
Telefon 01704827871, E-mail:
stiegler.textundfoto@t-online.de
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