Zwickauer Sehenwürdigkeiten - August Horch Museum Zwickau im Ausweichquartier

ab 11.September 2004 wieder an der Walther-Rathenau-Straße, die jetzt Audi-Straße heißt

siehe auch Aktuell - Das Automobilmuseum "August Horch oder zur offiziellen Museumsseite - Automobilmuseum erhält originalgetreuen Nachbau des Auto Union Typ B - Museum wird bis 2015 erweitert - bis dahin nur Automobilgeschichte bis 1945 - Der Trabi wird 50 Hier geht´s zurück zur Homepage

Horch, eine Luxusmarke aus Zwickau und einer der vier Ringe der Auto Union. Audi, Wanderer und DKW bildeten mit Horch die vier Ringe.

Fachsimpelei unter Besuchern im August Horch Museum Zwickau.

Zwischen 1958 und 1991 wurden über drei Millionen Trabanten gebaut. Die zweifarbige Ausführung des Autos war die Luxusvariante. Der Trabant 500 ist heute ein begehrter Oldtimer und stets Mittelpunkt auch zum jährlichen Trabantfahrer-Treffen in der Muldestadt Zwickau..

Repräsentative Reihe schöner Autos aus Zwickau.

Audi im Detail.

Direktor Rudolf Vollnhals zeigt das Modell des künftigen Museums an der Walther-Rathenau-Straße.

Erster Prototyp des Trabanten mit Plastekarosserie aus dem Jahr 1954.

Vor dem Trabant kam der P70, auch schon mit Plastekarosserie, aber noch mit Holzchassis wie die DKWs aus Zwickau.

1931 begann die Geschichte der DKW-Reihe aus Zwickau. In nur sechs Wochen entwickelten zwei Konstrukteure den F1, der den Motor einer DKW 500 erhielt. Damit begann die Ära der Kleinwagen aus Zwickau, die mit dem Trabant 1991 endete.

Bis 1959 hegten die Zwickauer noch Hoffnung auf eine Fortsetzung der Tradition repräsentativer Autos. Der P240, auch unter dem Namen Sachsenring bekannt, durfte nach 1959 nicht mehr weiterentwickelt werden. Die Produktion wurde zu Gunsten des russischen Wolga eingestellt.

Ein Exot auf der Basis des P240: Regierungsfahrzeug für Paraden.

Pullmann_Limousine.

Ein Horch-Motor aus dem Jahr 1912

Die vier Ringe der dreißiger Jahre aus Zwickau wurden von den Museumsmitarbeitern aufs Liebevollste aufpoliert.

August Horch Museum ZwickauGmbH

Öffnungszeiten
Dienstag bis Donnerstag 9 bis 17 Uhr
Freitag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
Telefon 0375 3909895
Wegbeschreibung siehe Karte unten

zur offiziellen Museumsseite

Museum jetzt in der Crimmitschauer Straße

Das Automobilmuseum August Horch zeigt feinste Technik von der von August Horch begründeten Oberklasse bis zum Kleinwagen in der Tradition der DKW-Serie bis zum Trabant
Zwickau.

Zwickau: Im Jahr 2004 feiert Zwickau 100 Jahre Automobilbau. Am 10. Mai 1904 meldete August Horch in Zwickau seine erste Automobilbaufirma an, die August Horch & Cie. Motoren-Werke Aktiengesellschaft. Bis zum Jubiläum soll auch das August Horch Museum Zwickau in neuem Glanz erstrahlen. Das heißt nicht nur frisch geputzte Oldtimer aus 100 Jahren Automobilbau in der Muldestadt sollen dann fein aufgereiht stehen, sondern bis zu diesem Zeitpunkt wird sich die gesamte Ausstellung in einem völlig neu gestalteten Rahmen präsentieren. Das bedeutet zunächst: umziehen. Die alten Räume, die bis jetzt das Museum enthielten, werden museumsgerecht wieder aufgemöbelt. Die alten Räume, das sind zum Teil die Firmengebäude, in denen August Horch 1909 seine zweite Firma in Zwickau gründete. Nachdem der Automobilbauer 1909 im Streit mit dem kaufmännischen Vorstand der Horchwerke ausschied, gründete er umgehend eine neue Firma, die seinen nun lateinisierten Namen „Audi“ erhielt. Die Wurzeln der heute in Ingolstadt angesiedelten Weltfirma Audi sind es dem Unternehmen wert, mit 6,5 Millionen Euro in Zwickau das Museum auf Vordermann zu bringen, die Wurzeln des Unternehmens herauszuputzen.

Historische Fahrzeuge beziehen Ausweichquartier

Mit einem Architekturwettbewerb begannen vor zwei Jahren die Vorbereitungen. Inzwischen steht der Baubeginn des neuen Museums bevor. Dessen Kern bilden die historischen Mauern. Das Büro von August Horch im Kontorgebäude, seine Villa und Produktionsstätten der Firma werden teilweise historisch restauriert die Sammlungten aufnehmen. Das sind zunächst Autos aus 100 Jahren, Horchlimousinen und Cabrios, Audi und Wanderer, DKW und Trabant bis in zur heutigen Produktion von Volkswagen werden die 100 Jahre Automobilproduktion in Zwickau Revue passieren. Aber auch Maschinen und Motoren, zeitgeschichtliche Szenengestaltung mit Tankstellen und automobiles Leben der zwanziger und dreißiger Jahre sollen zu sehen sein. Dazu Darstellungen aus der Zeit der Trabantproduktion mit der Herstellung der Plaste und Abschnitten aus den Bändern des alten Sachsenringwerkes schweben den Mitgliedern des Fördervereins vor. Begonnen wurde mit dem Umzug der Exposition.

Ausstellung jetzt in der Crimmitschauer Straße 36g

Seit dieser 2002 befindet sich die Ausstellung mit 56 der schönsten Ausstellungsstücke in der ehemaligen Produktionshalle des „Glasdachbaus“ an der Crimmitschauer Straße 36 in unmittelbarer Nähe zur alten Ausstellung. Besucher mit Ortskenntnis erfahren am alten Standort: „Wir sind umgezogen!“ Museumsdirektor Rudolf Vollnhals freut sich über den reibungslosen Verlauf. Fast ohne fremde Hilfe, Audi und VW stellten Technik zur Verfügung, haben die Museumsmitarbeiter die neue Ausstellung gestaltet. Die soll für zwei Jahre die Besucher des Automobilmuseums August Horch empfangen. Im letzten Jahr kamen knapp 26.000 Besucher in die Ausstellung, das waren ein Sechstel mehr als in den vorhergehenden Jahren.

2004 soll alles neu sein

Fast unbemerkt konnten im Hintergrund Weichen gestellt werden. Das Museumsgelände und angrenzende Bereiche wurden von der Treuhandnachfolgegesellschaft erworben, die Stadt hat die Villa des Firmengründers an das Museum übertragen. Auch neue Mitarbeiter wurden fest eingestellt.

Jetzt mit besucherfreundliche Öffnungszeiten

Eine weitere Neuerung wird die Besucher erfreuen: Das Automobilmuseum August Horch in Zwickau ist jetzt auch freitags geöffnet. „Bei meiner Übernahme stellte ich verwundert fest, ausgerechnet der Freitag war Schließtag“, sagt Vollnhals, der im vergangenen Jahr zum Team stieß.

Mit viel Engagment für den Zwickauer Automobilbau

Der ehemalige Manager aus der Audi-Führungsetage widmet sich mit viel Engagement der Zwickauer Automobilgeschichte. Gemeinsam mit Jürgen Pönisch, der als „alter Sachsenringer“ seit Jahren für das Museum und die Geschichte des Zwickauer Automobilbaus lebt, bildet Vollnhals ein Duo, das auch über die Pflicht hinaus für die Zwickauer Automobilhistorie lebt. Erst kürzlich nahmen die beiden Enthusiasten an der Oldtimerfahrt „Silvretta“ in den österreichischen Alpen teil. Natürlich mit einem Audi-Capriolet Baujahr 1939, das in seiner Klasse bester Oldtimer wurde.

Silberpfeile kamen einst aus Zwickau

National und international die Zwickauer Automobilgeschichte wieder auf den Rang zu heben, den die Auto Union in den Jahren 1931 bis 1939 belegte, sehen die Mitarbeiter des Museums als ein Ziel. Die sächsische Auto Union mit ihren vier Ringen lieferte in dieser Zeit mehr Oberklasse Fahrzeuge an betuchte Kunden als die Konkurrenz aus Sindelfingen. Rennsportgeschichte mit den Silberpfeilen der Auto Union, die seit 1934 mit den schnellsten Rennautos die Konkurrenz dominierten, gehört in die Ausstellung. Damals gehörte der Begriff der Silberpfeile noch zu Zwickau. Die Anektode berichtet: Beim Wiegen der Rennautos waren mehrere Kilogramm zu viel auf der Waage. Die behelfsweise abschmirgelte Farbe brachte die Zulassung zum Rennen, die metallisch glänzenden Karosserien den Begriff: Silberpfeil. Der legendäre Auto Union 16-Zylinder-Rennwagen Typ C aus dem Jahre 1936 ist heute wieder in rekonstruierter Form im Museum mobile der Audi AG in Ingolstadt zu sehen. Die Zwickauer hüten bis heute einen der 16-Zylindermotoren, der noch auf dem Reißbrett von Ferdinand Porsche entstand. Aber auch die Geschichte der Automobilproduktion nach 1945 kommt im Museum zu ihrem Recht. Die begann zunächst mit der Nachkriegsproduktion von Traktoren, dem IFA Pionier. DKW-Fahrzeuge wie der F8 und der F9 sind vielen noch als die Pkws der fünfziger Jahre im Gedächtnis. Zimmerleute gehörten damals zum Team der Automobilbauer. Noch der F8 hatte einen Holzrahmen als tragendes Gestell unter seiner meist grünen Karosse, die bestand damals aus Kunstlederbespannung.

Autoentwicklung in nur sechs Wochen

Als 1931 der Däne Jörgen Skafte Rassmussen die Geschicke des Automobilbaus in Zwickau übernahm, erteilte er den Auftrag, ein Auto fürs Volk zu entwickeln. Innerhalb von sechs Wochen entstand auf der Grundlage eines Motorradmotors ein fahrfertiges Auto, der DKW F1. Das war der Beginn der erfolgreichen DKW-Serie, die bis zum F9 reichte. Der F9 wurde in den fünfziger Jahren noch in Eisenach produziert und führte dort in der Weiterentwicklung zum Wartburg. Der erste serienreife F9 wurde noch 1939 in Zwickau gebaut. Letztlich ist aus der F-Serie auch der Trabant entstanden. Werner Lang, heute 80 Jahre alt, kennt die gesamte Geschichte des Trabis von seiner ersten Minute an. Der langjährige Technische Direktor des Sachsenringwerkes begleitet die Entwicklungen im Museum mit großer Aufmerksamkeit. Schließlich sind unter seiner Federführung auch solche Autos entstanden, wie der letzte repräsentative Oberklassewagen, der „Sachsenring“ oder auch intern als P240 bekannt. Lang musste auch miterleben, wie solche Entwicklungen über Nacht eingestampft wurden. Der „Sachsenring“ musste dem „Wolga“ weichen. Fortan wurden noch Kleinwagen in Zwickau produziert.

Trabant und andere Plastkarosserien

Mit dem P50 kam 1958 der erste serienreife Trabi auf die Straßen. Mehr als drei Millionen Trabis sollten es bis zur Produktionseinstellung am 30. April 1991 werden. Auch diese Ära war nicht ohne Tränen. Bereits Anfang der sechziger Jahre waren die Nachfolgemodelle für den Trabant zur Serienreife entwickelt. Das Museum zeigt den P610, eine beeindruckende Entwicklung aus dem Jahr 1961. Die Regierung hatte kein Geld für neue Produktionsanlagen. Das hatte sie niemals in den folgenden Etappen. 1967 zeigten die Sachsenringwerker den ersten Vollheck-Pkw als Prototyp, 1970, 1972, 1978 und noch in den achtziger Jahren entstanden neue Modelle weltmarktfähiger Automobile. Die Entwicklungen stehen heute im Museum. Sie zeugen von der Kreativität engangierter Automobilkonstrukteure, die immer wieder erleben mussten, wie ihre Arbeit unter einer diktatorischen Parteiherrschaft eingestampft wurde. Die Geschichte schreibt neue Kapitel: 1991 lief in Mosel der erste Volkswagen Polo von den Bändern.

Bescheidene Anfänge der Kleinwagenära mit Motorradmotor

Die waren noch für die Trabantproduktion bestimmt gewesen. Der weiße Steilheckpolo ist längst Ausstellungsstück im Museum August Horch. Volkswagen produziert in Mosel jetzt in einem völlig neu errichteten Werk täglich 1150 Autos der Typen Passat und Golf. Der Anfang der Großserienproduktion sieht bescheidener aus: Im Museum August Horch steht heute neben dem DKW F1 aus dem Jahr 1931 auch ein Motorrad. Die erst im letzten Jahr erworbene 500er DKW-Maschine aus dem Jahr 1929 verdient volle Aufmerksamkeit. Schließlich gehört das Krad zu den Motorradtypen, dessen 500er Motoren die Motorenreihe der Kleinwagen aus Zwickau bis hin zum Trabantmotor begründeten. Längst haben die knatternden und stinkenden Zweitakter keine Zukunft mehr. Das wussten auch die Entwickler in Zwickau. Schon in den sechziger Jahren, als der Begriff Umweltverschmutzung noch nicht erfunden war, gab es zahlreiche Versuche mit Wankelmotoren oder mit Motoren mit Benzineinspritzung. Die Entwicklungen weisen auf die Bemühungen der Zwickauer hin, international Schritt zu halten. Für eine serienreife Produktion fehlte immer das Geld. Wer mehr erfahren will, der wird auch in der zeitweiligen Ausstellung an der Crimmitschauer Straße gut beraten. Inzwischen haben die vorbereitenden Arbeiten am künftigen Museum begonnen. Noch im September rechnet Rudolf Vollnhals mit dem Baubeginn. Vorsichtig datiert der Direktor die Einweihung in das Jahr 2004. Intern gilt natürlich das Datum 10. Mai als Wunschziel. 100 Jahre August Horch in Zwickau sind nicht nur für die Museumsmitarbeiter ein wichtiges Datum. Mit August Horch begann eine neue Ära industrieller Entwicklung für die Muldestadt. Stand 2004: Das Museum in der Walther Rathenau-Straße steht und wird im September 2004 eingeweiht. siehe auch Die Terminliste für das Jubiläumsjahr und 100 Jahre Automobile aus Zwickau Theo Stiegler

Jürgen Pönisch am Horch853, purer Luxus aus derm Jahr 1935.

Werner Lang, langjähriger Technischer Direktor bei Sachsenring Zwickau mit den letzten Rallyetrabanten, Zweitaktmotor, 800 Kubikzentimeter und 65 PS. Über drei Millionen Exemplar des Kleinwagens wurden produziert. Mit einem Facelifting im Jahr 1964 überstand der Zweitakter 30 Jahre ohne wesentliche Änderungen.

Letzter Versuch nach 1990 den Trabis nochmal Leben einzuhauchen.

Die DKW 500 aus dem Jahr 1928 "spendete" ihren Motor für die Kleinwagen aus Zwickau. 1931 wurde der 500er Motor in den DKW F1 eingebaut.

Repräsentative Wagen der Marke Horch waren in den dreißiger Jahren der Marktführer in der deutschen Oberklasse.

Das Horchluxuscabriolet aus dem Jahr 1935 lässt verstehen, warum zwischen 1934 und 1938 mehr Autos der Luxusklasse aus Zwickau kamen , als aus jeder anderen Automobilschmiede Deutschlands.

1911 gab es schon mal einen Phaeton aus Zwickau. Heute werden im Volkswagenwerk Mosel die Karosserien für den Phaeton gefertigt. Der wird in Dresden zum Oberklassefahrzeug von Volkswagen komplettiert. Zu Zeiten der Auto-Union war es umgekehrt. Karosserien wurden bei "Gläser" in Dresden gefertigt und in Zwickau montiert.

Audi war die zweite repräsentative Marke aus Zwickau, der zweite Ring im Markenzeichen. Der Audi-Front aus dem Jahr 1934 war mit Frontantrieb ausgerüstet. Ein innovatives Konzept, das heute mehr denn je die Antriebstechnik dominiert.

Audi 920. Cabrio vom Feinsten aus dem Jahr 1939.

Schön geformte Schnauze des Audi 920.

Horchlimousine aus dem Jahr 1929, zwei Jahre vor der Fusion zur Auto Union.

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