An den Wurzeln der Auto Union – Treffen der Marken Audi, Horch, Wanderer und DKW im Zeichen der vier Ringe


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Das Cockpit eines Wanderer 23 aus dem Jahr 1938 bietet allen Komfort, den man auf langen Reisen benötigte, 1938.
Foto: Stiegler



An den Wurzeln der Auto Union – Treffen der Marken Audi, Horch, Wanderer und DKW im Zeichen der vier Ringe



ZWICKAU, 24. Juli 2008 – Für die meisten Oldtimer ist es eine Heimkehr, von den Besitzern dagegen sind viele erstmals in Zwickau. Zum 35. Internationalen Auto Union Veteranentreffen kommen von Donnerstag bis Sonntag die Freunde der in Zwickau und Chemnitz aber auch die nach 1945 in Düsseldorf und Ingolstadt gebauten Oldies in der Muldestadt zusammen. Seit im Jahr 1932 die Auto Union aus den damals Not leidenden sächsischen Marken Audi, Horch, Wanderer und DKW gebildet wurde, sind die vier Ringe, die in sich verschlungen die Gründermarken symbolisieren, nicht mehr aus der automobilen Welt wegzudenken,

Karl-Heinz Leise aus Kleve hat die lange Reise bis Zwickau unternommen. Die Liebe zum DKW wurde ihm in die Wieg gelegt. Sein Vater verkaufte in den dreißiger Jahren im Hamburg Autos aus Zwickau.


Karl-Heinz Leise, 71, ist die Liebe zur kleinsten Marke, dem DKW, in die Wiege gelegt worden. „Mein Vater hat 1936 in Hamburg eine DKW-Handlung eröffnet“, sagt Leise, der mit Ehefrau und einen riesigen Schnauzer-Hund auf dem Parkplatz neben Zwickauer Stadthalle Quartier bezogen hat.
Angefangen hat es mit DKW-Motorrädern, dann kamen schnell Autos dazu. „Einen 1000er wollte ich schon lange haben“, sagt der Senior. Das Schmuckstück, das er zum Treffen mitgebracht hat, war allerdings alles andere als im guten Zustand, als er die „Schrottlaube“ kaufte. Jetzt blitzt der Chrom auf den Verzierungen und das Blech schimmert original in Capriblau und Firngrau, genau so, wie das Auto 1962 die Fabrikation in Köln verlassen hat. „Bis dahin musste ich manches Teil selber herstellen“, sagt Leise und zeigt auf die Kotflügel, die er fachgerecht aus Blech getrieben hat.

Familie Becker hat mit dem Wanderer 23 schon 6000 Kilometer durch Skandinavien absolviert, da sind die 250 Kilometer aus Erlangen bis Zwickau quasi ein Katzensprung.


Mit einem Wanderer 23, Baujahr 1938 ist das Ehepaar Peter und Rita Becker aus Erlangen angereist. Peter Becker selber ist ein Jahr jünger als sein Auto. „Den Wanderer hat sicher die deutsche Wehrmacht 1945 in der Tschechei zurückgelassen. Wir haben das Auto von dort bei einer Auktion erworben.“ Das war vor über 10 Jahren. Das Hobby Reisen ist seither umso schöner geworden. Das 1938 in den Chemnitzer Wanderer-Werken hergestellte Auto wird nun noch gemächlich bewegt. „Wir sind die 250 Kilometer von Erlangen in fünf Stunden, inklusive Pausen, bis hierher gefahren. Natürlich nur Landstraße, die Autobahn ist dafür zu stressig“, sagt die Ehefrau. Sie haben Erfahrungen auf großen Fahrten mit dem feinen Cabriolet: „6000 Kilometer am Stück durch Skandinavien, da waren wir vor zwei Jahren unterwegs. Hauptsache ist dabei viel Sonnenschein“, ergänzt der Oldtimerfreund Peter Becker, der besonders viel Wert darauf legt: „Die Karosserie ist eine Arbeit der Karosseriewerkstatt Gläser aus Dresden.“
Bis Sonntag sind die Oldtimer der Auto Union-Freunde nach auf dem Parkplatz neben der Zwickauer Stadthalle zu besichtigen, das heißt am Sonnabend rücken die Fahrzeuge zur Besichtigungstour durchs Erzgebirge aus. Zwischen 8.30 Uhr und 15.30 Uhr wollen die Teilnehmer über Hartenstein, Zwönitz, Greifensteine bis zu den Wurzeln von DKW in Zschopau fahren. Vorbei am Wasserschloss Klaffenbach und durch Stollberg geht’s zurück nach Zwickau. Alles ohne Stress und Zeitvorgaben.
Theo Stiegler

DONNERSTAG, 24. JULI 2008
24. bis 27. Juli 35. Internationales Auto Union Veteranen Treffen
Aus der Veranstalterinfo:
Zum zweiten Mal nach 1998 trifft sich die Fan-Gemeinde der Marke der Vier Ringe, nicht Audi, sondern der AUTO UNION in Zwickau. Dieses bis 1945 in Sachsen beheimatete Unternehmen bildeten die ehemals eigenständigen Automobilschmieden der Werke Audi, DKW, Horch und Wanderer. Sie hatten sich dem weltwirtschaftlichen Druck gefügt und sich 1932 zur AUTO UNION zusammengeschlossen, mit dem Markenzeichen der Vier Ringe. Zwickau darf man in diesem Zusammenhang, durch den Zusammenschluss begründet, als die automobile Hochburg der Vier Ringe der damaligen Zeit bezeichnen. Nach dem Zusammenbruch 1945 bildete Ingolstadt die neue Heimat der Vier Ringe, der AUTO UNION. Als einzige Marke unter dem Zeichen der Auto Union wurde die Marke DKW bis 1965 als eigenständige Automobilmarke weitergeführt. Bis weit in die 1980 Jahre wurde der Name AUTO UNION als ein Namensbestandteil in der 1965 neu wieder erstandenen Traditionsmarke Audi weitergeführt. Die Internationalen AUTO UNION Veteranen Treffen sind aus dem jährlichen Treffen des Auto Union Veteranen Club (AUVC) entstanden. Zu diesem 35. Internationalen Auto Union Veteranen Treffen in Zwickau treffen sich erstmalig alle Clubs der Sparte AUTO UNION des Audi Club International e.V. Er darf als der Dachverband aller der Vier Ringe verbundenen Markenclubs gelten und setzt sich aus den Sparten NSU, Audi Classic (ab ca. 1965) und dem Audi Lifestyle (aktuelle Audi Modelle) zusammen; und natürlich der Sparte AUTO UNION. Die fast 2.000 Mitglieder der ACI-Sparte AUTO UNION werden mit Sicherheit in großer Anzahl mit ihren zwei und vier Rädern nach Zwickau kommen. Ein Großteil ihrer „Lieblinge“ tragen doch in ihren Fahrzeugpapieren den „Geburtsort“ Zwickau. Dieses viertägige Treffen soll in ungezwungener Weise die Spuren der Vergangenheit erhalten und zu einem Erlebnis für alle Teilnehmer werden.
Alle Infos:
www.auto-union-veteranen-club.de
Veranstaltungsflyer als PDF unter „Veranstaltungen“
Kontakt:
Audi Club International e.V., “Sparte Auto Union” Tel. +49 (0)5372 - 6614 E-mail: uwe.lueders@audi-club-international.de Internet: www.audi-club-international.de
Auto Union Veteranen Clubs e.V.: Internationales Auto Union Treffen in Zwickau
Sonnabend, 26. Juli, ab 8.30 Uhr
Start zur Ausfahrt
Durch Heben der Startflagge wird Bürgermeister Sven Dietrich (i. V. OB) die Ausfahrt freigeben. Er fährt danach mit einem Oldtimer mit nach Zschopau.
15.30 Uhr, zurück auf dem Parkplatz vor der Stadthalle.


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