Max-Pechstein-Ehrenpreis 2005 geht an Arno Rink


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Dicht umdrängt signiert der Max-Pechstein-Preisträger Arno Rink den Ausstellungskatalog


Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau geht an den Maler Arno Rink

Künstler und Vorbild weltweit erfolgreicher Leipziger Kunst

ZWICKAU. 17. September 2005 – Heute verlieh die Stadt Zwickau den diesjährigen Max-Pechstein-Preis an den Leipziger Maler und Kunstprofessor Arno Rink. Der renommierte Preis, 10000 Euro Preisgeld, wird nur alle sechs Jahre an verdiente Künstler verliehen. Claus Baumann, auch Leipziger Professor, wusste in seiner Laudatio vor allem die Verdienste Rinks um den zur Zeit weltweit wachsenden Ruhm der jungen Leipziger Kunst hervorzuheben: „Es sind vor allem die Amerikaner, die zuerst von dieser Entwicklung begeistert sind.“ Zu Rinks Schülern gehört Neo Rauch, um den sich inzwischen der internationale Kunstmarkt drängt.
Dass nun die junge Generation sich wieder der gegenständlichen Malerei zuwenden, sieht Baumann so: „Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, malten sie wieder in ‚simplen’ Tafelbildern die Landschaft, das Stillleben, das Interieur, das Porträt, die Figur“. Rink selber sieht das profaner: „Nachdem nun alles viele Jahre im Westen abstrakt war, rettet sich die Kunst selber“ und „da brauchte es vielleicht das Selbstbewusstsein der Amerikaner, um auch in Deutschland die Kunst des Gegenständlichen wieder zu entdecken.“ In Deutschland müsse es immer einen Sieger geben. „Amerika ist groß genug, dass es mehrere Strömungen nebeneinander erfolgreich geben kann“.
Rink selbst hat in seiner Leipziger Arbeit als Maler und Professor an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst zum rechten Zeitpunkt angeboten, was in Westdeutschland, so Baumann, unter einer hochgradig akademisierten Kunstlandschaft verschütt gegangen war: das Bemühen um die Figur. Das Zwickauer Publikum weiß das zu schätzen. Zur Preisverleihung und in der anschließenden Eröffnung der Ausstellung mit Werken von Arno Rink platzten die Räume des Städtischen Museums förmlich aus den Nähten, und die Zustimmung zum diesjährigen Preisträger war unverkennbar.
Da allerdings fiel auf: Von den „Freunden aktueller Kunst“, dem zur offiziellen Kunstszene der Stadt konkurrierenden Kunstverein, war praktisch niemand anwesend. Der Verein hatte sich in letzter Zeit durch harsche Kritik an der diesjährigen Preisverleihung deutschlandweit in Szene gesetzt. Nachdem der zuerst angefragte Künstler Gerhard Richter den Max-Pechstein-Preis 2005 mit der Begründung „zu viel zu tun zu haben“, und ihm verbinde wenig mit Max Pechstein, den Preis ausgeschlagen hatte, wollten die „Freunde aktueller Kunst“ Günther Uecker als Preisträger sehen.
Vorschlagsrecht hat seit der Begründung des Preises 1947 der Kunstverein Zwickau e.V. Der sah eben Rink als würdigen Preisträger, als Künstler, Mensch und als Lehrer. Während Oberbürgermeister Dietmar Vettermann zur Gelassenheit rät: „Nun ein Streitgespräch kann der Stadt und dem Preis auch Popularität einbringen“, macht Carla Schoppe, langjährige Galeristin in Zwickau, ihrer Empörung Luft: „Wenn jemand die Zwickauer ‚Kulturzwiebel’ verdient, dann sind es die ‚Freunde aktueller Kunst’.“ Mit ihrer Ignoranz der Preisverleihung am Sonnabend, missachteten sie den Preisträger und der habe dies nun wirklich nicht verdient. Kulturbürgermeisterin Pia Findeiß weiß: „Seit sich der ‚Verein der Freunde aktueller Kunst’ um einen ehemaligen Berliner Galeristen gegründet hat, versucht dieser das Kunstverständnis der hiesigen Kunstszene herab zusetzen. Wir wären halt die Dilettanten.“ Theo Stiegler

Am 17. September 2005 überreichte Oberbürgermeister Dietmar Vettermann den Max-Pechstein-Ehrenpreis 2005 an Arno Rink.

Arno Rink, geb. 1940, Max-Pechstein-Preisträger 2005.

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Im Gespräch mit Zwickaus Kulturbürgermeisterin Pia Findeiß

Maike Georgi, Malschülerin von Arno Rink, und Carla Schoppe, links, im Gespräch mit Arno Rink

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