Tolle Ausblicke auf neuem Autobahnverbinder




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Tolle Ausblicke auf neuem Autobahnverbinder


ZWICKAU – Mit der Freigabe der neuen Staatsstraße S286 kann nun der Verkehr zwischen den Bundesautobahnen A72 bei Wildenfels und A4 bei Meerane ungehindert fließen. Die Trasse auf dem Höhenrücken zwischen Zwickau und dem Mülsengrund wird wesentlich zur Entlastung von Zwickau und Mülsen beitragen.
Geschätzte 13000 Fahrzeuge am Tag müssen sich nun nicht mehr durch die Muldestadt Zwickau oder durch die acht Mülsengrundgemeinden hindurch zwängen. Landtagsabgeordnete Kerstin Nicolaus: „Seit weit über zehn Jahre haben wir um diese Straße gekämpft. Damals trafen wir uns zur Bürgerversammlung im Mülsener Amorsaal mit der Bürgerinitiative für diese Straße.“
Enge Straßen über eine Länge von fast zehn Kilometern, die Gemeinde Mülsen als längstes Straßendorf Sachsens hatte besonders unter dem Verkehr auf der Staatsstraße aus dem Erzgebirge nach Norden zur A4 und weiter nach Leipzig zu leiden. Aber auch die Stadt Zwickau und mit ihr die Gemeinde Reinsdorf durch die der Autobahnzubringer zur A72 führt haben einen beträchtlichen Nutzen von dieser neuen Nord-Süd-Verbindung. Lange Staus vor Reinsdorf können vor allem die Autofahrer vermeiden, die nicht in die Stadt Zwickau wollen, sondern weiter nach Norden oder umgekehrt. Bisher ging praktisch nichts aus dieser Richtung reibungslos an Zwickau vorbei. Das hat jetzt ein Ende. Die so genannte Osttangente bringt besonders den Verkehr aus dem Erzgebirge praktisch ohne Ampel und im Wesentlichen kreuzungsfrei bis vor die Tür des Volkswagenwerkes bei Mosel, was besonders die südlich von Zwickau ansässigen Zulieferer seit langen sehnlich erwarteten.
Die Gesamtlänge der Neubaustrecke auf dem landschaftlich schönen Höhenrücken beträgt etwa 8,7 Kilometer. Links und rechts der Strecke bieten sich tolle Aussichten ins Muldental oder nach Mülsen mit seinen acht Dörfern. Fahrer in Richtung Süden genießen den Blick aufs Erzgebirge wo sich bei schönem Wetter der Fichtelberg abzeichnet.

Bei Wildenfels trifft die S286 auf die Bundesautobahn A72.


115.000 Kubikmeter Erdstoff mussten bewegt werden, rund 5.000 Kubikmeter Beton wurden gegossen, 8000 Zentner Betonstahl halten die Brücken zusammen.
Auch der Naturschutz kam nicht zu kurz: 250 Bäume wurden neu angepflanzt, zwölf Durchlässe für Füchse und Hasen und zwei Durchlässe für Rehe und Wildschweine verhindern Wildunfälle. Die Kosten für die Trasse belaufen sich auf 17,2 Millionen Euro. Drei Viertel davon kommen aus den Töpfen der Europäischen Union.
Theo Stiegler

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