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Rezensionen aus der Zwickauer Kulturszene


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Das Ballett des Theater Plauen Zwickau.

Aida in einer Monumentalaufführung in der Zwickauer Stadthalle

Feldherrenehre zwischen Liebe, Pflicht und Eifersucht

Zwickau, 3. Juli 2001 (sti). Ein Feldherr liebt eine Skalvin. Radames, der das Heer der Ägypter erfolgreich gegen die Äthopier führt, liebt Aida; die Tochter des äthopischen Königs Amonasro lebt als Sklavin am Hof des Pharao. Das Theater Plauen-Zwickau führt die Verdi-Oper Aida als monumentales Sommertheater auf. Nach überaus erfolgreichen Vorstellungen in Plauen feiert das Ensemble seit vergangenen Freitag Ovationen in der Zwickauer Stadthalle. Spätestens dann, wenn der Triumpfmarsch den Sieg des ägyptischen Heers über die Äthopier verkündet, läuft auch dem letzten Besucher der Stadthalle der erwartete Schauer über den Rücken. Mit 260 Mitwirkenden hat Regisseur Rainer Wenke ein monumentales Werk auf die Bühne der Stadthalle gestellt. Die Austattung von Klaus Weber lehnt sich an die großartigen Bauwerke ägyptischer Pharaonen an. Das vereinigte Orchester von Plauen und Zwickau erreicht unter der Stabführung von Generalmusikdirektor Welisar Gentscheff neue Höhepunkte. Mag sein, dass der Fastintendant Eissold als staatsnaher Theatermann der DDR-Zeit irgendwann auch eine Stasivergangenheit hat, richtig Schaden hat er in Zwickau auf jedem Fall angerichtet, als er den Vertrag von Gentscheff nicht verlängerte. Judith Schubert singt im Wechsel mit Katrin Kappluch die ägyptische Sklavin Aida. In der Zwickauer Premiere wurde die großartige Gesangsleistung von Judith Schubert durch die Mezzosopranistin Bavat Marom überstrahlt. Die Rivalin um die Gunst des Radames, gesungen von Bernhard Brunko, die ägyptische Prinzessin Amneris, erreicht eine geradezu mystische Ausstrahlung und dominiert das Bühnengeschehen. So wird auch der innere Konflikt, in dem die Prinzessin schwebt, zum deutlicher erlebbaren Geschehen für das Publikum. Die ehrliche Liebe der Amneris und die Verzweiflung über das Schicksal des Radames, erst überaus erfolgreicher Feldherr und dann durch die Priesterschaft zum Tode verurteilter Verräter an Ägypten, wird deutlich zum zentral erfühlbaren Geschehen auf der Bühne, und erst das Wissen des Opernfreundes um die Zentralfabel rückt die Dinge zurecht. Insgesamt ist Rainer Wenke aber wieder mal eine großartige Inszenierung par excellance gelungen. Die Begeisterung für die Aida-Inszenierung hat übrigens feine Facetten, verrät Renate Wünsche, die Finanzchefin des Theaters: Unter die Statisten haben sich der Chef der Zwickau-Arcaden, Andreas Keil, und die Chefin des Zwickauer Modehauses Wöhrl, Carmen Pendelin, gemischt, ohne Gage natürlich. Und richtig schien der Rotschopf der Wöhrl-Chefin neugierig aus der Schar der Gefangenen hervorzuleuchten. Das Beste an der Aufführung aber ist, die von der Kraft der Region lebende Aufführung erreicht die Klasse und überstrahlt manches Gastspiel berühmter Truppen, die die Stadthalle in diesem Jahr ihres Bestehens schon zu Höhepunkten führten. Karten für die Aufführung am 3., 5. und 7. Juli noch bei Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647, 08056 Zwickau oder Tourist-Information, Hauptstraße 6, 08056 Zwickau, Telefon 0375 19433. zur Stadthalle oder zum Theaterservice
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