Zwickauer Wohnbaugenossenschaft lässt Neubauten aus den Achtziger Jahren abreißen

Hunderte Plattenbauwohnungen mit einer geplanten Standzeit von 400 Jahren und mehr werden eilends abgebrochen - Anderswo werden dringend Unter künfte für Asylbewerber gesucht



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Foto: Theo Stiegler Foto vom 19. November - Abbruchbagger beim Abbrechen von Neubauten aus den Achtzigern


Zwickauer Wohnbaugenossenschaft lässt Neubauten aus den Achtziger Jahren abreißen

Hunderte Plattenbauwohnungen mit einer geplanten Standzeit von 400 Jahren und mehr werden eilends abgebrochen - Anderswo werden dringend Unter künfte für Asylbewerber gesucht


ZWICKAU in November 2015 - Die Zwickauer Wohnbaugenossenschaft, ZWG, lässt an der Carl-Goerdeler Straße völlig intakte Neubaublocks aus den Achtziger Jahren abreißen. Schizophrenie des Wohnungsbauprogrammes im Land Sachen. Für den Abriss gibt es Fördermittel. Dabei würden die Wohnungen dringend gebraucht. Die Plattenbauten wurden vom Wohnungsbaukombinat „Wilhelm Pieck“, Plattenwerk Zwickau in den Achtzigern Jahren errichtet. Fragt man Plattenwerker und Beschäftigte der Hochbaubrigaden des Kombinatsbetriebes „Martin Hoop“ erfährt man: „Die Plattenbauten hätten tausend Jahre stehen können.“ Zwar waren die Baureihen des Industriellen Wohnungsbaus der Achtziger Jahre wegen ihres kleinen Zuschnitts nicht sehr beliebt, aber die Substanz war in bester Ordnung.


Vor kurzer Zeit sind die Plattenbauten an der Goerdeler Straße 8 bis 30 mit neuen Heizsystemen ausgestattet worden. Als äußeres Zeichen sind die neuen Abzugsrohre an der Stirnseite des Blockes zu sehen.













Dass der Rückbau, wie man den Abriss gern bezeichnet, nach Leerstand notwendig wurde, war bis vor wenigen Jahren unstrittig. Siehe auch Stadtumbau vor 10 Jahren
Aber nun fehlen im Landkreis über 700 Wohnungen. Da die Häuser bis vor kurzem noch bewohnt waren, ist das Argument, die Bauten seien marode, einfach falsch. Da zieht auch die Argumentation: „Die Häuser sehen außen besser aus, als sie innen sind“, wie Andreas Löffler, Pressesprecher der Zwickauer Wohnungsbaugenossenschaft, gegenüber der Zwickauer Freien Presse geäußert hat, nicht. Auch von ehemaligen Bewohnern der Gordeler-Straße ist zu hören, die Wohnungen waren noch völlig ok. Pressesprecher Löffler gegenüber der Presse: „Die Abrissgenehmigung liegt vor und die Fördermitteln wurden bereits ausgezahlt.“


Aufnahme vom 7. November 2015 - noch ist die Baussubstanz völlig intakt - in den Häusern wohnten noch vor Kurzem Familien.

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